Ausmaß überrascht Einsatzkräfte

Landkreis Hildesheim verarbeitet die Folgen des Starkregens

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In Sottrum bei Holle ist eine Straße von Regenwasser und Schlamm überschwemmt worden.

Bad Salzdetfurth - Nach dem schweren Unwetter mit heftigem Starkregen im Landkreis Hildesheim sind viele Orte weiter mit Aufräumarbeiten beschäftigt.

Wie hoch die entstandenen Schäden sind, ist noch nicht abzusehen. Der Versicherungskonzern Talanx rechnet erst gegen Ende der Woche mit den ersten Schadensmeldungen, da die Betroffenen noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt sind, hieß es am Dienstag. Erst danach werde ersichtlich, welche Schäden das Unwetter verursacht hat. 

Innerhalb von einer Stunde hatten am Samstag Starkregenschauer zu Überflutungen geführt. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) fielen 30 bis 40 Liter Regen pro Quadratmeter. Im Durchschnitt sind es in der Region im gesamten Monat Juni 75 Liter. Das Freibad in Bodenburg/Bad Salzdetfurth, das mit Schlammmassen vollgelaufen ist, wird in den nächsten Tagen nicht öffnen können. „Wir werden noch einige Zeit brauchen, um den Schlamm abzupumpen“, sagte Gemeindebrandmeister Matthias Bellgard. Die weiteren Aufräumarbeiten in Bad Salzdetfurth sind jedoch bereits seit Sonntagnachmittag beendet. 

Feuerwehr optimiert Einsatzabläufe

Dort hat die Feuerwehr mit der Nachbesprechung der Einsätze begonnen. „Eine Optimierung der Einsatzorganisation ist immer möglich. Wir planen deshalb immer von Unwetter zu Unwetter“, so der Gemeindebrandmeister. Die Pumpen, die man 2013 nach dem letzten schweren Unwetter angeschafft habe, seien den Einsatzkräften jetzt zu Gute gekommen. „So viel Wasser in kürzester Zeit haben wir allerdings auch noch nicht erlebt. Darauf müssen wir uns in Zukunft wahrscheinlich häufiger einstellen“, sagte Bellgard. Die jetzigen Erkenntnisse könne man nutzen, um sich für das nächste Unwetter besser vorzubereiten. 

„Wir sind dabei die Gräben zu reinigen“, sagte der Bürgermeister der Gemeinde Holle, Klaus Huchthausen. „Wir wollen alles tun, um sicherzustellen, dass sich das nicht wiederholt.“ Die Bürger seien besorgt. 

Auch in Sottrum wurden die Einwohner von den Wassermassen überrascht. „Ein solches Hochwasser hatten wir hier seit 70 Jahren nicht mehr“, sagte Kfz-Meister Georg Godeck, in dessen Werkstatt mittlerweile zwölf Autos stehen, die er gemeinsam mit Nachbarn am Samstag aus dem Wasser gezogen hat. „Die haben alle einen Totalschaden, weil sie von innen voll gelaufen sind.“ Das Wasser sei für die Elektrik eine tickende Zeitbombe. Da sich Godecks Werkstatt auf einem Hügel befindet, entstanden dort keine größeren Schäden.

dpa

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