Gefahr für den Straßenverkehr

Landkreis Gifhorn will Love-Mobile von der Bundesstraße verbannen

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Vicky betritt bei Uetze ihr Love-Mobil.

Gifhorn - Die Love-Mobile, in denen Prostituierte ihre Dienste anbieten, sollen von der B188 im Landkreis Gifhorn verschwinden, weil sie eine Gefahr für den Straßenverkehr darstellen.

Die Landesbehörde für Straßenbau werde eine Sondernutzung nicht mehr dulden und die Halter auffordern, die Wohnwagen zu entfernen, teilte die Polizei Gifhorn am Dienstag mit.

Wohnwagen toleriert, obwohl das Stehen am Straßenrand eine Ordnungswidrigkeit ist

Seit vielen Jahren sind die sogenannten Love-Mobile zwischen Meinersen und Gifhorn den Behörden ein Dorn im Auge, wurden aber bisher toleriert. Damit soll jetzt Schluss sein. Denn im vergangenen Jahr nahmen die Unfälle an der Strecke zu, die passieren wenn Freier dort anhalten oder abbiegen.

Es wird vermutet, dass die Autofahrer von den Love-Mobilen abgelenkt sind. „Wir sind unter Zugzwang und müssen jetzt handeln“, sagte Behördenleiter Bernd Mühlnickel. Die Erlaubnis für eine Sondernutzung gebe es normalerweise nur für Land- und Forstwirtschaft, nicht für die gewerbliche Nutzung. „Die Wohnmobile am Straßenrand standen dort also eigentlich schon immer ordnungswidrig“, erklärte Mühnickel.

Landrat erwartet, dass das Gewerbe sich nur örtlich verlagert

Für die zuständige Straßenbaubehörde mit Sitz in Wolfenbüttel hat die Toleranz jetzt ein Ende. Die Halter bekommen die Aufforderung per Post. Wenn sich Unfälle an einer Stelle häufen, beschließt eine Unfallkommission bestehend aus Polizei sowie Straßenbau- und Verkehrsbehörde, was dagegen unternommen werden kann. Für die Schwerpunkte an der B188 lautet die Empfehlung, die Wirksamkeit der Maßnahme „Entfernung der Love-Mobile“ abzuwarten.

Was die Verkehrssicherheit betrifft, unterstützt der Landkreis Gifhorn das Vorgehen. Landrat Andreas Ebel geht aber nicht davon aus, dass die Zahl der Prostituierten sich dadurch verringern wird. „Es wird sich eher um eine örtliche Verlagerung des Gewerbes handeln, wohin auch immer“, sagte er.

dpa

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