Sporttrainer räumt Missbrauch ein

Lüneburg - Im Missbrauchsprozess gegen einen Sporttrainer vor dem Landgericht Lüneburg hat der Angeklagte die gegen ihn erhobenen Vorwürfe teilweise gestanden. Der 27-Jährige soll zwei von ihm betreute Kinder und einen Jugendlichen missbraucht haben.

In einer von seinem Anwalt verlesenen Erklärung räumte er am Montag unter anderem ein, dass es mit zwei der Jungs zum Geschlechtsverkehr gekommen sei. Einer der beiden sei erst zwölf Jahre alt gewesen. Der andere Junge, ein Jugendlicher, soll an Autismus oder WBS leiden, einer genetischen Behinderung. Dem Angeklagten werden insgesamt 71 Taten vorgeworfen, auch schwerer sexueller Missbrauch von Kindern. „Ich kann heute nachvollziehen, dass ich auch Fehler gemacht habe“, hieß es in der Erklärung. „Das tut mit unendlich leid.“ Er habe aber niemals Gewalt angewendet, betonte der Angeklagte. Auch sei er nicht pädophil. Es sei ihm vor allem „um den Spaß der anderen gegangen“, hieß es, er habe mit sexuellen Handlungen anderen „eine Freude bereiten wollen“.

Der Angeklagte hatte die Vorwürfe schon im vergangenen Juli vor Gericht teilweise eingeräumt, doch war der Prozess aus Termingründen geplatzt. Offen blieb am Montag zunächst, wie die Richter die neuen Einlassungen juristisch bewerten werden. Dem 27-Jährigen drohen bis zu 15 Jahre Haft. dpa

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