Zwischen sechs und sieben Jahre Haft

Im Prozess um Tod von Galeristin schlägt Gericht Deal vor

Aurich - Im Prozess um den gewaltsamen Tod einer wohlhabenden Galeristin aus dem ostfriesischen Leer hat das Landgericht Aurich am Montag einen Deal vorgeschlagen.

Demnach soll der 55 Jahre alte Angeklagte mit einer Gefängnisstrafe zwischen sechs und sieben Jahren bestraft werden, wenn er ein Geständnis ablegt. Wie ein Gerichtssprecher weiter mitteilte, kommt damit eine Verurteilung wegen Totschlags oder Körperverletzung mit Todesfolge in Frage. Ob Verteidigung und Staatsanwaltschaft dem Verständigungsvorschlag der Kammer zustimmen, ist noch unklar. 

Der nächste Verhandlungstermin ist am Donnerstag (31. August). Über den Deal hatte zunächst die „Ostfriesen-Zeitung“ berichtet. Bislang hat der Angeklagte zur Tat geschwiegen, das Landgericht muss sich an Indizien orientieren.

Leiche beiseite geschafft

Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann vor, seine vermögende Vermieterin in der Nacht zum 22. Oktober 2016 bei einem Streit in ihrem Galerie-Café in Bingum im Kreis Leer mit einem Messer getötet zu haben. 

Mit deren Wagen soll er die Leiche in ein Waldstück bei Seevetal nahe Hamburg gebracht haben, wo sie im März unter Grünabfällen entdeckt wurde. Vorausgegangen waren erfolglose Suchaktionen der Polizei an der Ems in Ostfriesland und an der Autobahn zwischen Hamburg und Bremen. Der Angeklagte hatte nach seiner Verhaftung eingeräumt, die Leiche weggebracht zu haben, das Verbrechen aber bestritten.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa-avis

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