Hohe Abhängigkeit vom Holzmarkt

Landesforsten denken über Friedwälder als Geschäftsfeld nach

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In Braunschweig haben die niedersächsischen Landesforsten ihre Jahresbilanz präsentiert.

Braunschweig - Um unabhängiger vom Holzmarkt zu werden, wollen die niedersächsischen Landesforsten (NLF) in Zukunft verstärkt auf Geschäftsfelder über den Holzverkauf hinaus setzen. „Das Jahr 2016 hat wieder gezeigt, wie abhängig wir von den internationalen Holzmärkten sind“, begründete NLF-Präsident Klaus Merker am Dienstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz in Braunschweig.

Seit einigen Jahren gebe es deshalb Ausweitungen in weitere Geschäftszweige. Im Tourismus könnten noch mehr Flächen zur Verfügung gestellt werden, wie etwa für den im Mai 2015 eröffneten Baumwipfelpfad in Bad Harzburg. 

Außerdem wollen die Forstwirtschaftler unter anderem von der steigenden Beliebtheit von Friedwäldern als alternativem Bestattungsort profitieren. Nach einem schwierigen Geschäftsjahr 2015 mit den Schäden durch Orkan „Niklas“ und dem Sommersturm „Siegfried“, erholte sich der Holzmarkt 2016. 

„Wir konnten wieder unter normalen Bedingungen ernten“, sagte Merker, der eine leichte Gewinnsteigerung präsentierten konnte. Rund 12,3 Millionen Euro blieben in der NFL-Kasse, 2015 waren es 10,6 Millionen Euro. 70 Prozent des Gewinns werden an das Land abgeführt. 

Die Landesforsten sind mit rund 333.000 Hektar nach eigenen Angaben der größte Waldeigentümer Niedersachsens und beschäftigen landesweit rund 1300 Mitarbeiter.

dpa

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