Gefährdung nicht eingedämmt

Landesarmutskonferenz fordert mehr Anstrengungen gegen Armut im Land

Hannover - Die Landesarmutskonferenz (LAK) Niedersachsen fordert wegen der steigenden Zahl armutsgefährdeter Menschen im Land eine stärkere Initiative von der Politik.

„Angesichts wachsender sozialer Verwerfungen am Arbeitsmarkt und schwindender sozialer Sicherheit bei Arbeitslosigkeit ist es endlich an der Zeit, die Politik der vergangenen Jahre nachhaltig zu korrigieren", erklärte der LAK-Geschäftsführer Klaus-Dieter Gleitze am Donnerstag. 

Hintergrund: Trotz guter Konjunktur und gestiegenen Steuereinnahmen gelang zuletzt es nicht, die Armutsgefährdung einzudämmen. Die Quote armutsgefährdeter Menschen lag 2016 nach Angaben des Landesamtes für Statistik bei 16,0 Prozent und damit einen Prozentpunkt höher als 2011. Damit gelten laut LAK 1,25 Millionen Menschen in Niedersachsen als armutsgefährdet. 

Als armutsgefährdet gelten Menschen, die mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens auskommen müssen. Diese Schwelle liegt laut LAK in Niedersachsen für einen Single-Haushalt bei 953 Euro. Der Verband prangert an, dass zwar das Geld für mehr soziale Gerechtigkeit da sei, aber der politische Wille zur Veränderung fehle. Die Landesarmutskonferenz fordert deshalb unter anderem mehr sozialen Wohnungsbau, höhere Hartz-IV-Sätze und Grundsicherung sowie einen Mindestlohn von mehr als elf Euro pro Stunde. - dpa

Rubriklistenbild: © Symbolbild: picture alliance / dpa

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