Land und Handwerk machen Hunderte Flüchtlinge fit für Azubi-Stelle

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Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD, r.) posiert zusammen mit dem Karosseriebau-Auszubildenden Mohsen Rezaie (28) bei einer Pressekonferenz im Föderungs- und Bildungszentrum der Handwerkskammer Hannover in Berenbostel (Niedersachsen). Der Afghane war nach der Flucht aus seiner Heimat im Jahr 2011 nach Deutschland gekommen. Lies hatte zuvor das neue Integrationsprojekt Handwerkliche Ausbildung für Flüchtlinge und Asylbewerber vorgestellt.

Garbsen - Das Land Niedersachsen, die Handwerkskammern und die Arbeitsagentur wollen Hunderte junge Flüchtlinge und Asylbewerber fitmachen für eine Lehre.

„Ziel ist, die Flüchtlinge zu den Fachkräften von übermorgen zu machen“, sagte Klaus Stietenroth von der Arbeitsagentur am Montag über das im November startende Vorhaben.

Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) betonte die doppelten Chancen der Initiative, die den Angaben zufolge bundesweit einzigartig ist. Sie helfe den Migranten nicht nur beim Weg in den Arbeitsmarkt, sondern lindere auch den Fachkräftemangel im Handwerk, das Nachwuchssorgen hat. Lies' Ministerium gewährt 1,1 Millionen Euro für das Projekt, bei dem neben den Handwerkskammern und der Arbeitsagentur auch die Landkreise mitwirken. Bis zu 500 Flüchtlinge und Asylsuchende sollen den Winter über auf das Ausbildungsjahr 2016/2017 vorbereitet werden.

Sie erhalten unter anderem Sprachunterricht. „Wir wissen, dass viele junge Menschen aus den Kriegs- und Krisenländern möglichst schnell einen Job annehmen möchten. Aber vielen fehlen Voraussetzungen - neben der Sprache auch Qualifikationen -, um den direkten Sprung in einen Betrieb zu schaffen“, sagte Arbeitsagentur-Chef Stietenroth.

Laut Minister Lies hat fast keiner der 80.000 für 2015 erwarteten Migranten Deutschkenntnisse. Ersten Schätzungen zufolge verfüge auch nur ein kleiner Teil (15 Prozent) schon über einen Berufsabschluss. In der Qualifikation stecke einer der wichtigsten Schlüssel für eine erfolgreiche Integration der fremden Neuankömmlinge.

dpa

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