Weidetiere schützen

Kundgebung gegen Verbreitung der Wölfe

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Kundgebung "Wolfsfreie Zonen · Zum Schutz unserer Weidetiere"

Stadland - Mehr als 300 Teilnehmer einer Kundgebung an der Küste haben gegen die ungehinderte Verbreitung der Wölfe in Weidegebieten protestiert.

Wölfe in der Küstenregion seien nicht vereinbar mit der Weidehaltung, betonte Manfred Ostendorf, Geschäftsführer der Kreislandvolkverbände Wesermarsch und Friesland, am Samstag in Stadland im Landkreis Wesermarsch. Er mahnte, auch Politik und Gesellschaft trügen Verantwortung, wenn Hunderttausende Rinder oder Tausende von Schafen im Stall bleiben müssten. Dann werde es keine Weidemilch mehr geben. Wenn sich erst ein ganzes Wolfsrudel bilde, dann sei es zu spät.

Die Veranstalter, neben dem Landvolk auch die Landfrauen, die Deichverbände und die Schafzüchter, forderten wolfsfreie Zonen und klare Regelungen. Wölfe seien als Raubtiere mit einer ausgeprägten Weidehaltung und der Haltung von Schafen an den Deichen nicht vereinbar. Die Deichverbände seien in Sorge um den Küstenschutz, der ohne Schafe an den Deichen in Gefahr gerate. Wolfssichere Zäune gebe es nicht, und die Errichtung von wolfsabweisenden Zäunen würde allein in den Landkreisen Friesland und der Wesermarsch über 300 Millionen Euro kosten, kritisierten die Veranstalter der Kundgebung.

Die ostfriesischen Milchschafzüchter Günter Lindeburg (l) und Robert Winterhalter stehen bei der Kundgebung "Wolfsfreie Zonen · Zum Schutz unserer Weidetiere" auf dem Deich und halten Schilder hoch, auf denen "Wir machen Deiche sicher" und "Die Küste muss wolfsfrei bleiben" steht.

Nach Angaben der Landesjägerschaft streifen derzeit rund 150 Wölfe durch niedersächsische Wälder. 2013 ließen sich 16 Nutztierschäden nachweisen, 2017 waren es 144 Fälle mit teils mehreren Tieren. Unlängst wurde bekannt, dass Niedersachsen die finanzielle Unterstützung für Nutztierhalter, die ihre Herden vor Wolfsrissen schützen wollen, ausweiten will. Künftig sollen demnach auch Tierhalter mit kleinen Beständen und Hobbytierhalter Förderung für Schutzzäune und Herdenschutzhunde erhalten können.

dpa

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