Erste Erklärung des Leesers

Kultusminister Tonne will Ausbildung zur Erzieherin attraktiver machen

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Kultusminister Tonne stellt Abgeordneten seine Ziele vor

Hannover - Der neue niedersächsische Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) will eine Reform der Erzieherausbildung prüfen lassen.

Es gehe darum, den Beruf attraktiver zu machen, ohne die Qualität der Ausbildung zu senken, sagte der SPD-Politiker am Freitag vor den Mitgliedern des Kultusausschusses des Landtags. 

Denkbar sei eine Vergütung, etwa in Form eines Taschengeldes, sagte Tonne. Bisher müssen angehende Erzieherinnen an manchen privaten Schulen sogar Schulgeld bezahlen. Auch der Niedersächsische Städte- und Gemeindebund hatte für eine duale Erzieherausbildung mit einer Vergütung plädiert, um Fachkräfte zu gewinnen. Derzeit können offene Stellen oftmals nur mit Schwierigkeiten besetzt werden.

Erste Handlung des Ministers aus dem Landkreis Nienburg 

Der SPD-Politiker Grant Hendrik Tonne scheiterte zunächst bei den Landtagswahlen am Wiedereinzug in den Landtag, weil er den Wahlkreis Nienburg-Schaumburg gegen den CDU-Kandidaten Karsten Heineking verloren hatte

Mitte November dann die Überraschung: Tonne wird Kultusminister. Damit hat der Leeser einen der härtesten Jobs der neuen Landesregierung in Niedersachsen: Baustellen gibt es in der Bildungspolitik viele. Jetzt hat der neue Kultuschef seine erste Erklärung abgegeben und damit Zeile für die kommenden Jahre definiert. 

Tonne ist Nachfolger der umstrittenen Frauke Heiligenstadt (SPD), die kurz nach der Wahl ihr Amt zur Verfügung gestellt hatte. Der 41-Jährige hatte bereits im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur angekündigt, in einem ersten Schritt die Stellen von Leiterinnen und Leitern kleiner Grundschulen auf die Besoldungsstufe A 13 anheben zu wollen.

Kampf gegen Lehrermangel 

Zudem sollen 1000 neue Lehrerstellen in den kommenden fünf Jahren geschaffen werden, um den Ausfall von Unterricht an Niedersachsens Schulen zu bekämpfen. Allerdings ist der Markt für Lehrkräfte bundesweit ziemlich leer gefegt. Dem Kultusministerium zufolge wird es bei der Vorstellung vor dem Kultusausschuss auch um das Thema Inklusion gehen - einem großen Streitpunkt zwischen den Koalitionären SPD und CDU im Wahlkampf. Wie Tonne betonte, wird die Inklusion weder ausgesetzt noch verlangsamt. Allerdings sollen die Schulträger die Möglichkeit bekommen, die Förderschule Lernen für Fünft- bis Zehntklässler zu verlängern. Die abgewählte rot-grüne Regierung hatte ursprünglich vor, sie komplett abzuschaffen.

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