Kulturangebote sollen Flüchtlinge und Einheimische zusammenbringen

Oldenburg/Bremen - Die einen sind neu in der Stadt, die anderen wohnen schon lange dort. In Oldenburg und Bremen sollen besondere Kulturangebote für Flüchtlinge und Alteingesessene helfen, sich gegenseitig besser zu verstehen.

Gemeinsam Theater spielen, gemeinsam Kunst entdecken - Kulturschaffende in Bremen und Oldenburg haben sich Angebote für Flüchtlinge und Einheimische ausgedacht. Sie sollen den Menschen helfen, sich gegenseitig besser zu verstehen, teilte die Bremer Kunsthalle mit. Dort gibt es im November einen kostenlosen "Tag für alle" mit mehrsprachigem Programm.

In Oldenburg wollen syrische Flüchtlinge und Alteingesessene ein gemeinsames musikalisches Theaterprojekt zum Thema Heimat auf die Beine stellen. Rund 20 Frauen und Männer sind beteiligt, sagte Projektleiterin Sandra Rasch vom Staatstheater Oldenburg. Die musikalische Leitung hat der Komponist Rami Chahin.

Was für ein Musiktheaterstück am Ende gezeigt wird, ist noch komplett offen. "Es geht um die künstlerische Vision der Gruppe", sagte die Theaterpädagogin. Text und Musik sollten miteinander entstehen. Eine besondere Herausforderung und Chance sieht die Theaterpädagogin in der Sprache, da manche Teilnehmer bisher kaum Deutsch sprechen. Für sie sei das Projekt eine willkommene Möglichkeit zum Üben. "Verständigung ist auch über Musik und Bewegung möglich", sagt Rasch. Das Projekt wird vom Oldenburgischen Staatstheater, der Stabsstelle Integration der Stadt Oldenburg und der Evangelischen Akademie organisiert, die Aufführungen sind für April 2016 geplant.

Die Bremer Kunsthalle lädt am 21. November zu "Kunst Unlimited! Ein Tag für alle" ein, um sprachliche, finanzielle und gesellschaftliche Grenzen zu überwinden. Kunstwerke und kreative Aktivitäten könnten dazu anregen, unterschiedliche Erfahrungen kultureller Identität zu verarbeiten und zu diskutieren, sagte Direktor Christoph Grunenberg. "Die Kunsthalle Bremen will durch diese Aktion positive Erfahrungsräume bieten, in denen sich Flüchtlinge und Bremer näher kommen." Die Veranstaltung wird in Kooperation mit der AWO Bremen organisiert, die im Auftrag der Sozialbehörde Asylbewerber betreut.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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