Überführung ohne „Kreuzfahrt-Fans“

Gewaltig groß, aber kein Besuchermagnet: Kreuzfahrtschiff „Iona“ auf der Ems

Meyer-Werft überführt Kreuzfahrtschiff "Iona"
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Nur Schafe säumen die Deiche der Ems - Schaulustigen werden gebeten, sich nicht zu versammeln.

Ohne Zwischenfälle hat das neue Kreuzfahrtschiff „Iona“ sich seinen Weg auf der schmalen Ems von Papenburg Richtung Nordsee gebahnt.

Papenburg - Nach dem Start an der Meyer-Werft am Vorabend erreichte das bisher größte dort gebaute Kreuzfahrtschiff am Donnerstagmorgen das Ems-Sperrwerk bei Gandersum im Kreis Leer, wie ein Sprecher der Werft mitteilte. Dort konnte der Kreuzfahrtriese mit Platz für mehr als 5200 Menschen eine Tide früher als geplant nehmen und musste nicht bis zum Abend warten, um seinen Weg fortzusetzen.

In der Coronakrise sollte die Überfahrt das 50. Kreuzfahrtschiffs aus Papenburg - anders als bei Vorgängern - nicht zum Zuschauermagneten werden. Die Werft riegelte laut Sprecher am Mittwoch den Parkplatz für Schaulustige ab. Über soziale Medien forderte sie „Kreuzfahrt-Fans“ auf, der Überführung fernzubleiben.

Landkreis Leer verbietet Ansammlungen von mehr als zehn Menschen

Der Landkreis Leer verbot Ansammlungen von mehr als zehn Menschen. Das wurde eingehalten, wie eine Polizeisprecherin am Donnerstagmorgen sagte. Nur ein paar Dutzend seien an den Fluss gekommen, wo sich in der Vergangenheit bei gutem Wetter mitunter Tausende versammelt hätten.

Auf der 32 Kilometer langen Passage bis zum Sperrwerk wurde das Schiff im Rückwärtsgang geschleppt, weil es sich so auf dem engen Fluss besser manövrieren lässt. Danach sollte es an Emden vorbei nach Eemshaven in den Niederlanden fahren. Anfang Mai steht die Übergabe an die britische Reederei P&O Cruises an.

dpa

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