Überführung der „Genting Dream“

Der Pott kommt weg

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Papenburg - Tausende Schaulustige hat die Überführung eines Kreuzfahrtschiffes am Sonntag an die Ems gelockt. Dort nahm die „Genting Dream“ bei strahlendem Spätsommerwetter Kurs auf die Nordsee.

Der 335 Meter lange Neubau der Meyer Werft mit 1680 Kabinen für 3360 Passagiere begann seine Reise am Mittag in Papenburg. Er sollte am Abend Leer und am frühen Montagmorgen das Emssperrwerk bei Gandersum erreichen. Danach wird das Schiff am Vormittag im niederländischen Eemshaven erwartet. Anschließend sind Probefahrten auf der Nordsee geplant. Wegen des schönen Wetters waren mehr Zuschauer als sonst auf den Beinen, die Autos stauten sich am Deich und viele waren auch auf Fahrrad umgestiegen.

Um die Passage des riesigen Schiffes auf der Ems zu ermöglichen, war zuvor wie schon bei der Überführung anderer Kreuzfahrtschiffe das Emssperrwerk bei Gandersum zwischen Emden und Leer geschlossen worden, um den Wasserstand des Flusses zu erhöhen. Zuvor hatte bereits ein Baggerschiff die Fahrrinne vertieft, damit der Neubau nicht aufläuft. Genaue Angaben zum Tiefgang machte die Werft nicht.

Naturschützer kritisierten die Überführung wegen der warmen Temperaturen und der schlechten Sauerstoffverhältnisse in dem stark verschlickten Fluss. Die vermeintlichen Ziele des Masterplans Ems zur Steigerung der Wasserqualität könnten so nicht erreicht werden, hieß es. Dagegen verwies der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz auf frühere Untersuchungen, wonach sich der Sauerstoffgehalt mit dem Aufstauen nicht verschlechtert.

dpa

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