Kreis Stade

Seeadler erschossen - Zwei Mäusebussarde tot

Stade - Eine Woche nach dem Fund eines erschossenen Seeadlers im Landkreis Stade sind die genauen Hintergründe des Vorfalls noch unklar. Die Staatsanwaltschaft Stade bestätigte zwar den Eingang eine Strafanzeige gegen unbekannt durch den Landkreis Stade.

Allerdings erging noch kein Ermittlungsauftrag an die Polizei. In der Nähe des Nestes, wo das Adlerweibchen tot entdeckt wurde, fanden Mitarbeiter der Naturschutzstation Unterelbe vergangenen Mittwoch im Gebiet der Gemeinde Balje auch zwei tote Mäusebussarde, die zu den besonders geschützten Arten zählen. Eine Vergiftung wird nicht ausgeschlossen. Das Veterinäramt Stade untersucht die Vögel.

Der Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz erklärte am Freitag, man wolle sich nicht an Spekulationen beteiligen. Falls sich aber eine Vergiftung bestätigen sollte, sei es wichtig zu wissen, dass diese nicht mutwillig von Menschen herbeigeführt worden sein müsse. Der NLWKN schätzt die Zahl der Mäusebussard-Brutpaare in Niedersachsen auf 15.000. Die streng geschützten Seeadler sind viel seltener. In Niedersachsen gibt 44 Adlerreviere mit jeweils einem Adlerpaar - insgesamt dürften es aber wohl etwa 200 Seeadler sein.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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