42-Jähriger rastet aus, als Freundin Wünsche äußerte

Staatsanwalt fordert lebenslange Haft nach Mord an Geliebter

Hannover - Für den Mord an seiner Geliebten soll ein 42 Jahre alter Krankenpfleger aus Hannover nach dem Willen der Anklage eine lebenslange Freiheitsstrafe erhalten. Der Mann habe die junge Frau als Objekt gesehen und sie getötet, als sie im Bett eigene Wünsche geäußert habe, sagte der Staatsanwalt am Montag im Landgericht.

Er geht davon aus, dass der 42-Jährige zum Tatzeitpunkt am 2. April voll schuldfähig war. Das Urteil soll noch im Laufe des Tages verkündet werden. 

Nach der Tat nach London geflüchtet

Der Krankenpfleger hatte zum Prozessauftakt gestanden, die 29-Jährige aus Bad Nenndorf nachts in seiner Wohnung erwürgt zu haben. Er betreue es zutiefst, der Frau das Leben genommen zu haben, sagte der Angeklagte in seinem Schlusswort. "Ich hätte nicht im Traum daran gedacht, dass ich zu so einer Tat fähig bin." 

Der Mann hatte die Leiche in einem Waldstück abgelegt und war danach zunächst nach England geflüchtet. Zwei Wochen nach dem Verbrechen stellte er sich der Polizei in London. Der Anwalt der Nebenklage, der die Mutter der Getöteten vertritt, plädierte ebenfalls für lebenslang. 

Dagegen sprach sich der Verteidiger für eine Gefängnisstrafe von achteinhalb Jahren wegen Totschlags aus. Sein Mandant habe sehr viel Alkohol vor der Tat getrunken und müsse deshalb als eingeschränkt steuerungsfähig eingestuft werden, sagte der Anwalt.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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