1. Startseite
  2. Lokales
  3. Niedersachsen

Nach 9-Euro-Ticket in Niedersachsen – Kommt jetzt das 49 Euro-Ticket?

Erstellt:

Von: Johannes Nuß

Kommentare

Noch wenige Tage, dann ist das 9-Euro-Ticket aus dem Entlastungspaket Geschichte. Jetzt schlägt Niedersachsens Verkehrsminister Althusmann ein 49-Euro-Ticket vor.

Hannover – Die Umweltverbände sind sich einig: Das 9-Euro-Ticket aus dem Entlastungspaket der Bundesregierung war ein voller Erfolg. Auch die Sozialverbände feiern es als eine Möglichkeit, für ärmere Menschen wieder mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu haben. In weiten Teilen der Gesellschaft scheint einzig und allein der Bundesfinanzminister in Person von Christian Lindner (FDP) das 9-Euro-Ticket kritisch zu sehen. Seiner Meinung nach handele es sich bei der Nutzung um „Gratismentalität“. Jetzt gibt es aus Niedersachsen einen neuen Vorstoß.

Nachfolger für 9-Euro-Ticket: Verkehrsminister Althusmann fordert 49-Euro-Ticket für Niedersachsen

Mitten im Wahlkampf zur Niedersachsen-Wahl 2022 fordert der Verkehrsminister und Spitzenkandidat der CDU, Bernd Althusmann, die Einführung eines 49-Euro-Tickets. „Wir haben derzeit rund 50 Tarifgebiete in Niedersachsen. Das ist sehr kleinteilig und nicht gerade kundenfreundlich“, sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Ein Landkreis in Niedersachsen war bereits selber so forsch und hat ein eigenes Ticket auf den Markt gebracht.

Stephan Weil (SPD, r), Ministerpräsident Niedersachsen, und Bernd Althusmann (CDU), Wirtschaftsminister Niedersachsen, auf dem Trammplatz vor dem Neuen Rathaus.
Niedersachens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU,l) plädiert im Wahlkampf für ein 49-Euro-Ticket für den Nahverkehr. Am 9. Oktober 2022 ist Althusmann der Herausforder von Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) bei der Niedersachsen-Wahl 2022. (Archivbild) © Michael Matthey/dpa

Die derzeitige Finanzlage reiche für ein niedersachsenweites Ticket zwar nicht aus, sagte Althusmann. „Aber für die nächste Legislaturperiode ist mein Ziel ein erschwingliches, landesweites Jahresticket. Wenn der Bund seine Regionalisierungsmittel erhöht, sich Land und Kommunen beteiligen, wäre – gemeinsam mit Hamburg und Bremen – ein landesweites 49-Euro-Ticket meines Erachtens möglich. Das entlastet die Menschen und dient auch dem Klimaschutz.“

Nachfolger für 9-Euro-Ticket: Verkehrsminister von Bund und Länder halten heute Sonderkonferenz ab

Die nächste Legislaturperiode beginnt nach der Niedersachsen-Wahl 2022 am 9. Oktober, bei der Althusmann den derzeitigen Ministerpräsidenten Stephan Weil (SPD) herausfordert. Am heutigen Freitag, 26. August 2022, kommen die Verkehrsminister der Länder zu einer Sonderkonferenz zusammen – um das 9-Euro-Ticket soll es dabei jedoch nur am Rande gehen. (Mit Material der dpa)

Auch interessant

Kommentare