"Knöllchen-Horst" zeigte 2015 mehr als 5000 Verkehrssünder an

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Knöllchen-Horst hat oft was zu meckern. Damit kommt er allerdings nur selten durch.

Osterode - Ein als „Knöllchen-Horst“ bekannter Frührentner aus dem Harz hat 2015 mehr als 5000 angebliche Verkehrssünder angezeigt.

Alleine einen Rechtsanwalt habe der selbst ernannte Ordnungshüter rund 50 Mal eines Verkehrsvergehens bezichtigt, sagte der amtierende Osteroder Landrat Gero Geißlreiter am Montag. Insgesamt soll der Frührentner, der das Verfolgen von Falschparkern zu einem Lebensinhalt gemacht hat, damit seit 2006 mehr als 50 000 Autofahrer angezeigt haben. Die „Bild“-Zeitung berichtete, „Knöllchen-Horst“ habe 2015 nicht nur Falschparker angeschwärzt, sondern auch die Halter von Fahrzeugen mit defekter, verschmutzter oder falsch eingestellter Bremsbeleuchtung sowie verschmutzen Kennzeichen. Nennenswerte Konsequenzen hatten die Aktivitäten des Frührentners zuletzt allerdings nicht. Im gesamten Jahr 2015 seien nur etwa 30 der Anzeigen bearbeitet worden, sagte Geißlreiter. Denn die meisten Anzeigen von „Knöllchen-Horst“ seien bei der Behörde per Fax und ohne Beweisfotos eingegangen. „Derartige Anzeigen werden nicht bearbeitet.“ dpa

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