Zahl leicht rückläufig

Gewalt und Misshandlung: Fast 9000 Kinder gefährdet

Hannover - Misshandelt, geschlagen oder vernachlässigt: Die Jugendämter in Niedersachsen haben im vergangenen Jahr 8862 Kinder und Jugendliche als gefährdet eingeschätzt. Damit ging die Zahl im Vergleich zu 2014 leicht zurück. Damals lag sie bei 9001, teilte das Landesamt für Statistik am Montag mit.

In 1035 Fällen bestand akute Gefahr, bei 57 Kindern und Jugendlichen gab es Anzeichen, dass sie Opfer sexueller Gewalt geworden sein könnten. 43 Prozent der Betroffenen waren noch keine sechs Jahre alt, 795 sogar noch im Säuglingsalter.

Von einer Gefährdung des Kindeswohls wird ausgegangen, wenn es erhebliche seelische, geistige oder körperliche Schäden gibt oder diese zu erwarten sind. Gemeldet werden die Fälle dem Jugendamt von Gerichten, den Staatsanwaltschaften, der Polizei, Bekannten, Nachbarn oder auch anonym.

dpa

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