Kind an Schütteltrauma gestorben - Vater vor Gericht

Osnabrück - Weil er seinen vier Monate alten Sohn zu Tode geschüttelt haben soll, muss sich seit Mittwoch ein 35-Jähriger vor dem Osnabrücker Landgericht verantworten.

Ein 35 Jahre alter Mann muss sich seit Mittwoch wegen des Todes seines vier Monate alten Sohnes vor dem Landgericht Osnabrück verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Vater vor, sein Kind so heftig und so lange geschüttelt zu haben, dass es ein schweres Schütteltrauma erlitt. Zwei Tage später starb der Vierjährige in einem Krankenhaus. Bei einer Polizeivernehmung hatte der Mann ausgesagt, er habe seinen Sohn geschüttelt, um ihn wiederzubeleben. Eine Obduktion des Kleinkindes hatte jedoch die Misshandlungen ans Licht gebracht.

Die Tat ereignete sich Mitte Februar am Tag des Karnevalumzugs in Osnabrück. Der Mann hatte das leblose Kind in einem Kinderwagen durch die Fußgängerzone der Stadt geschoben und war dabei Passanten aufgefallen. Er gab bei der Polizei an, seinen Sohn in diesem Zustand vorgefunden zu haben.

Zum Verhandlungsauftakt wurde lediglich die Anklageschrift verlesen. Erst in der nächsten Sitzung wird sich der Angeklagte voraussichtlich zu den Vorwürfen äußern. Bereits 2006 musste sich der heute 35-Jährige wegen eines anderen Deliktes vor dem Landgericht Osnabrück wegen Kindesmisshandlung und versuchten Totschlags verantworten. Damals war er aber aus Mangel an Beweisen frei gesprochen worden.

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