„Ich wollte einfach Geld sammeln“

Kein Geld für die Beerdigung ihres Vaters: Neunjährige verkauft Kekse

Als ihr Vater starb, brach für die neunjährige Kaylei eine Welt zusammen. Ihre Familie hatte kein Geld für die Beerdigung – bis zum Keks-Verkauf der Tochter.

Kentucky, USA – Das Jahr 2021 hätte für Kaylei Miller und ihre Familie nicht schrecklicher beginnen können: Jason Barton, Vater der Neunjährigen, kam bei einem Autounfall ums Leben. Als wäre die Geschichte nicht schon tragisch genug, stellte ein weiteres Problem die Familie aus Kentucky vor einer scheinbar unlösbaren Aufgabe. Finanzielle Engpässe plagten die Familie. Das Online-Portal „abc7chicago.com“ berichtete, dass Jason Barton keine Lebensversicherung abgeschlossen hatte. Darüber hinaus fehlte Witwe Whitney das Geld, um die Beerdigung ihres verstorbenen Mannes zu bezahlen. Doch dann kam ihrer Tochter eine Idee.

Bundesstaat der Vereinigten Staaten: Kentucky
Hauptstadt:Frankfort
Fläche:104.659 km²
Bevölkerung:4,468 Millionen (Stand: 2019)

Für die Beerdigung ihres Vaters: Neunjährige backt Kekse und Kuchen und sammelt so Geld

Die neunjährige Kaylei hatte mit dem Tod ihres Vaters schwer zu kämpfen. Die Nachricht, dass ihre Familie keine Beerdigung für seine Beerdigung aufbringen konnte, erschütterte ihre Welt ein weiteres Mal. Ähnlich wie ein australischer Bauer, der einen besonderen letzten Gruß an seine tote Tante richtete, wollte sie es nicht wahrhaben, dass es ihr verwehrt bleiben könnte, sich von ihrem Vater zu verabschieden. In ihrer Trauer packte sie all ihren Mut zusammen – und schmiedete einen Plan, der ihren Vater die letzte Ehre erweisen sollte.

Mit einem Keks- und Kuchenverkauf wollte sie das dringend benötigte Geld zusammenkratzen. „Ich wollte einfach Geld sammeln, damit wir eine Beerdigung für meinen Vater haben können“, begründet sie später ihre Entscheidung. Das bedeutete viel Arbeit, die sich letztendlich auszahlen sollte. Einen ganzen Tag lang backte die Neunjährige gemeinsam mit ihrer Familie Keks und Kuchen. Kein Bewohner der Gemeinde sollte leer ausgehen.

„Wir wussten, was für einen Schmerz das Mädchen durchmacht“: Keks-Verkauf erzielt hohe Spenden

Nach getaner Arbeit errichte sie noch schnell einen Verkaufsstand an der Straße. Das Interesse war riesengroß und so strömten immer mehr Einwohner aus der Gemeinde in Richtung der Kekse. Es dauerte nicht lange, bis sich die ersten Schlangen bildeten. Sie alle wollten teilhaben, an dieser herzerwärmenden Aktion. Eine Geschichte, die ähnlich rührend ist, wie der Dankesbrief eines Kindes, das in der Schule nicht mehr alleine sitzen muss*. In Scharen kauften sie Kuchen, Brownies und Kekse. Viele hinterlegten große Spenden. So zahlte etwa ein Ehepaar für zwei Schokoladenkekse umgerechnet circa 820 Euro.

Nach Tod ihres Vaters: Neunjährige Tochter sammelt Spenden für Beerdigung. (Symbolbild)

„Wir wussten, was für einen Schmerz das Mädchen durchmacht und wir wollten helfen“, erklärte der Mann hinterher die große Beteiligung. Auch die Corona-Maßnahmen, an deren Einhaltung die neunjährige Kaylei stets appellierte, hielt das Ehepaar nicht davon ab, Hilfe zu leisten. „Meine Frau hat ihren Vater verloren, als sie in der vierten Klasse war und erinnert sich noch daran, wie es war“, erläuterte der Mann.

Beerdigung konnte stattfinden: „Ich habe gestern geweint, wegen all der Leute, die sich wirklich gekümmert haben.“

Kaylei und ihre Familie waren regelrecht überwältigt, welche Begeisterung der Keks-Verkauf in der Gemeinde ausgelöst hatte. „Es ist erstaunlich, dass die Gemeinde in einer Zeit der Not zusammenkam, als sie Kayleis Geschichte hörte und einfach von überall her helfen wollte“, sagte die Tante des Mädchens. Sie sei eben genau wie ihr Vater: „Ihm war es wichtig, Geld zu verdienen und alles zu tun, was nötig war, um für seine Familie zu sorgen.“

Und wie bewertete Kaylei die rege Anteilnahme? Wie sie später erklärte, sei sie „einfach dankbar“. „Ich habe gestern geweint, wegen all der Leute, die sich wirklich gekümmert haben.“ Freuen dürfte sie auch die Tatsache, dass parallel zum Keks-Verkauf auch die Spendengelder bei „GoFoundMe“ in die Höhe geschossen waren. Wie hilfreich jede Spende sein kann, zeigte zuletzt etwa eine versteigerte Arbeitskappe, die 80.350 Euro für Flutopfer einbringen konnte. Auch Kaylei und ihre Familie konnten dank der großzügigen Hilfsbereitschaft aufatmen: Weitere 28.000 Euro halfen, dass die Beerdigung von Kayleis geliebten Vater Jason doch noch stattfinden konnte. Und eines ist klar: Ihr Vater wäre mit Sicherheit stolz auf sie gewesen. *kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © IMAGO/Addictive Stock

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