240.000 Euro gezahlt

Unschuldig in Haft: 54 Menschen erhalten 2017 Entschädigung

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Hannover - Im vergangenen Jahr hat das Land Niedersachsen 54 Menschen Entschädigungen gezahlt, weil sie zu Unrecht inhaftiert waren.

Die Betroffenen erhielten bis Anfang Dezember insgesamt rund 240.000 Euro Haftentschädigung. Das teilte ein Sprecher des Justizministeriums mit. Den Betroffenen stehen nach dem Gesetz 25 Euro Entschädigung pro Hafttag zu. Zusätzlich erhalten sie Geld für ihren Verdienstausfall und ihre Anwaltskosten. 

In der kommenden Woche berät der Landtag in Hannover über eine Verbesserung der Hilfen für Menschen, die unschuldig in Haft gesessen haben.

Zwischen 2015 und 2017 stellten in Niedersachsen 166 Menschen Anspruch auf Entschädigung, weil sie ins Gefängnis mussten, obwohl sie dort eigentlich gar nicht hingehörten. In den allermeisten Fällen saßen sie in Untersuchungshaft. 

Nur zwei der Betroffenen waren sogar bereits verurteilt worden und verbüßten eine Haftstrafe. Einer war in einer Psychiatrie untergebracht. Erst später wurden sie entlastet und kamen frei. „Diese Fälle sind äußerst selten“, sagte der Ministeriumssprecher.

dpa

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