47. Verleihung

Jury gibt Nominierungen für Jugendbuchpreis „Buxtehuder Bulle“ bekannt

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Welche Bücher faszinieren junges Publikum? Sechs Werke sind im Rennen für die letzte Runde des „Buxtehuder Bullens“.

Buxtehude - Für das Finale im internationalen Wettbewerb um den Jugendbuchpreis „Buxtehuder Bulle“ am 28. August hat die Jury sechs Titel nominiert. Darunter ist auch die Biografie eines deutschen Ex-Neonazis.

Zunächst seien rund 90 Bücher ins Rennen gegangen, teilte Organisatorin Ulrike Mensching am Donnerstag in Buxtehude mit. Der mit 5000 Euro und einer Stahlplastik dotierte „Bulle“ wird seit 1971 jährlich für das laut Jury beste in deutscher Sprache veröffentlichte Jugendbuch des jeweiligen Vorjahres verliehen.

Die Autoren der nominierten Bücher kommen diesmal aus Deutschland, Frankreich, Irland, England und den USA. In allen sechs Büchern gehe es um „die großen Fragen des Menschseins“, erläuterte Mensching. 

Im Finale stehen die Französin Clémentine Beauvais mit ihrem Roman „Die Königinnen der Würstchen“, der irische Autor John Boyne und sein historischer Roman „Der Junge auf dem Berg“ sowie der Brite Kerry Drewery mit seiner Zukunftsvision „Marthas Widerstand“. 

David Safier gewann den Buxtehuder Preis 2014 für sein Werk „28 Tage lang“.


Außerdem sind die Autobiografie von Timo F., der in dem Buch „Neonazi“ erzählt, wie er in die rechtsextreme Szene hineinrutschte, und die US-Autorin Brigid Kemmerer mit ihrem Roman „Der Himmel in deinen Worten“, in der letzten Runde. 

Ebenfalls aus den USA stammt der New Yorker Schriftsteller Neal Shusterman. Er ist mit seiner Science-Fiction-Erzählung „Scythe: Die Hüter des Todes“ in die Endausscheidung gekommen. 

Die Entscheidung trifft traditionell eine paritätisch mit jeweils elf Jugendlichen und elf Erwachsenen besetzte Laienjury. Ziel der Auszeichnung ist es, Jugendliche zu intensivem Lesen zu bewegen und gleichzeitig gute Jugendbücher zu fördern. 

Vergangenes Jahr ging der Preis an die US-amerikanische Schriftstellerin Tamara Ireland Stone und ihren Roman „Mit anderen Worten: ich“. Weitere Preisträger waren unter anderen Suzanne Collins, Michael Ende, Gudrun Pausewang, Leonie Ossowski, Ursula Wölfel und Jostein Gaarder sowie der Bremer Bestsellerautor David Safier. - epd

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