Jungfernfahrt am Sonntag

Brennstoffzellen-Züge starten Betrieb im Norden

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Der in Salzgitter gebaute emissionsfreie Regionalzug fährt mit elektrischer Energie aus Wasserstoff.

Bremervörde - Erstmals nehmen mit Wasserstoff betriebene Brennstoffzellen-Züge den planmäßigen Verkehr in Niedersachsen auf. Bei der Jungfernfahrt in Bremervörde am Sonntag waren unter anderem Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) und der Präsident des Zugherstellers Alstom, Henri Poupart-Lafarge, dabei.

Von Montag an sollen zwei der Züge Fahrgäste auf der knapp 100 Kilometer langen Strecke zwischen den Städten Cuxhaven, Bremerhaven, Bremervörde und Buxtehude im regulären Linienverkehr befördern und langfristig den Diesel als Antriebsmittel auf den Schienen ersetzen.

„Dies ist ein bedeutender Tag für Alstom und für die Zukunft der Mobilität“, sagte Poupart-Lafarge. Der Zug bedeute eine neue Ära im emissionsfreien Bahnverkehr. Althusmann sagte, das Land leiste mit dem Probebetrieb echte Pionierarbeit im Nahverkehr. „Wenn es gelingt, die Einsatztauglichkeit der Brennstoffzellentechnologie im täglichen Betrieb nachzuweisen, werden wir die Weichen dafür stellen, dass der Schienenverkehr in Zukunft weitestgehend klimafreundlich und emissionsfrei betrieben werden kann.“

Alstom stellt die Züge, bei denen zumindest im direkten Betrieb außer dem Wasserdampf keine Abgase anfallen, im Werk Salzgitter her. Betrieben werden sie auf der Erprobungsstrecke von der Eisenbahnen und Verkehrsbetriebe Elbe-Weser GmbH im Auftrag der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen (LNVG). Ab 2021 sollen 14 dieser Züge auf der Strecke unterwegs sein. Das Verkehrsministerium in Hannover fördert die Anschaffung mit rund 81,3 Millionen Euro.

dpa

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