Flüchtlingskrise ist eine Ursache

Jugendämter müssen deutlich mehr Kinder und Jugendliche schützen

Hannover - Wegen der Flüchtlingskrise sind in Niedersachsen im Jahr 2015 deutlich mehr Kinder und Jugendliche von den Jugendämtern in Obhut genommen worden.

Insgesamt seien im vergangenen Jahr 5.758 Mädchen und Jungen unter den Schutz der Behörden gestellt worden, teilte das Landesamt für Statistik am Dienstag mit. 2014 waren es noch knapp 1900 Betroffene weniger.

Hauptgrund für den starken Anstieg sei die Einreise unbegleiteter Jungen und Mädchen aus dem Ausland gewesen. Ihre Zahl habe sich im Vergleich zum Vorjahr auf 2492 versiebenfacht. Nach der unbegleiteten Einreise sei ein weiterer Hauptgrund die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils gewesen. Aus diesem Grund mussten fast 1700 junge Menschen unter Schutz gestellt werden.

dpa

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