Auf der Suche nach dem perfekten Job

Job-Speed-Dating wird in Niedersachsen immer populärer

Es gilt keine Zeit zu verlieren: Auf der Suche nach dem perfekten Job geben nun Zehn-Minuten-Gespräche den Takt vor. Bye bye langwierige Vorstellungsgespräche – willkommen in der Welt des Job-Speed-Dating!

Was in der Liebe funktioniert...

Der erste Eindruck zählt. Es sind die ersten 3 Sekunden, die unsere Sinne brauchen, um zur Höchstform aufzulaufen. Zum Beispiel um zu entscheiden, ob uns mit der Person gegenüber etwas verbindet. Die Erkenntnis zum unfehlbaren spontanen Gespür hat sich das Speed Dating (mehr Infos zum Thema: www.treffpunkt18.de/speed-dating) längst erfolgreich zu eigen gemacht. Schnell und spontan, mit nichts weiter ausgerüstet als dem berühmten ersten Eindruck wird hier unter potentiellen Liebeskandidaten nach dem Einen richtigen Partner gefahndet. Mit Erfolg: Die Veranstaltungen verbuchen einen immer größeren Zulauf. Es war also nur eine Frage der Zeit, bis man auch bei der Suche nach der zweiten größten Liebe im Leben, dem Job, den Turbo anschmeißt.

Der neueste Trend, das sogenannte Job-Speed-Dating, ist mittlerweile auch in Niedersachsen angekommen. In Stade findet im Februar 2016 ein Azubi-Speed-Dating statt. Auch für Hartz-IV-Empfänger bietet das Jobcenter Osnabrück eine entsprechende Veranstaltung an. Die Handelskammer Bremen gibt sogar Flüchtlingen die Möglichkeit, beim Job Speed Dating eine Arbeitsstelle zu finden. Mit einer guten Erfolgsquote auf beiden Seiten. Agenturen berichten, dass etwa zwanzig Prozent der Teilnehmer von Job-Speed-Dating-Events am Ende einer Veranstaltung einen neuen Arbeitsvertrag in den Händen halten. In zehn Minuten zum Traumjob? Nicht garantiert, aber durchaus möglich.

Das Prinzip: Arbeitgeber und Personalchefs treffen, vermittelt durch Agenturen, in angemieteten Sälen auf Arbeitssuchende. Das Setting dieser Treffen ist nüchtern. Potentielle Arbeitgeber und Interessenten sitzen sich an Tischen gegenüber. Die Bewerber haben genau 10 Minuten Zeit, den Arbeitgeber für sich zu begeistern. Was zählt, sind Ausstrahlung, Charisma und Überzeugungskraft seitens des Arbeitssuchenden – und ein gutes Bauchgefühl auf Seiten des Arbeitgebers. Gerade für Bewerber, die nicht mit den besten Zeugnissen ins Rennen gehen, stellt dieses Bewerbungsverfahren eine gute Möglichkeit dar, die Noten auf dem Papier mit einem positiven Eindruck wettzumachen.

Was bereits im Namen steckt, ist auch in der Realität Programm: Ein Job, das ist ein „Arbeitsverhältnis“. Ein Arbeitnehmer kann noch so qualifiziert sein und ein Arbeitgeber noch so bemüht, die perfekten Rahmenbedingungen für die Arbeit zu schaffen – stimmt die Chemie zwischen den beiden Parteien nicht, wird ein produktives Zusammenarbeiten nur schwer realisierbar sein.

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