007-Erbstreit

„James Bond“-Nachfolge: Daniel Craig will weder Schwarze noch Frauen

„James Bond: Keine Zeit zu sterben“ startet am 30. September – zum letzten Mal mit Daniel Craig. Er selbst hat klare Vorstellungen, wer seines Erbes würdig ist.

London – Am 30. September 2021 kommt nach unzähligen Verschiebungen mit „Keine Zeit zu sterben* nun endlich der neueste James Bond-Streifen in die deutschen und Hamburger Kinos, die inzwischen immer häufiger auf das 2G-Modell setzen. Es ist der fünfte und letzte Auftritt von Daniel Craig (53) als berühmter Spion, beziehungsweise nach korrekter Gendersprache „auskundschaftende Person“ im Geheimdienst seiner Majestät. Noch ist unklar, wer seine Nachfolge antritt. Craig selbst hat jedoch klare Vorstellungen davon, wer seines Erbes würdig ist – und wer eben nicht.

Schauspieler:Daniel Craig
Geboren:2. März 1968
Grösse:1,78 m
Ehepartnerin:Rachel Weisz (seit 2011)
Bekannteste Rolle:James Bond/Agent 007

James Bond: Wilde Spekulationen über die Nachfolge von Daniel Craig

Viele Fans werden sich das neueste Abenteuer von 007 alias Daniel Craig mit Wehmut ansehen, denn der Schauspieler gibt in „No Time To Die“, so der Original-Titel des Bond-Filmes, seine Abschiedsvorstellung. Darüber, wer seine Nachfolge antritt, gab und gibt es wilde Spekulationen. Und in einer Zeit, in der Diversität im Mittelpunkt steht, in den USA ein Gesetz gegen „Haar-Diskriminierung“ verabschiedet wurde, und selbst Weihnachtskrippen aus rassistischen Gründen umgestaltet werden sollen, machten auch schon Gerüchte über eine völlig unkonventionelle Neubesetzung der Figur die Runde. 2019 etwa orakelte der „Guardian“, der nächste 007 werde eine Frau und schwarz sein. Die Mutmaßungen bezogen sich auf Lashana Lynch, die übrigens im neuen „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ als Agentin Nomi zu sehen ist.

Der James-Bond-Film „No Time To Die“ mit Daniel Craig feiert am 28.09.2021 in London Weltpremiere.

Daniel Craig über seinen Nachfolger als James Bond: Keine Frau und kein Nicht-Weißer

Wenn es aber nach Daniel Craig geht, wird weder eine Schauspielerin noch eine nicht-weiße Person in seine filmischen Fußstapfen treten, erklärt er im Interview mit „Radio Times“: „Die Antwort ist ganz einfach. Es sollte bessere Rollen für Frauen und schwarze Schauspieler geben – warum sollte eine Frau James Bond spielen, wenn es eine Rolle geben könnte, die genauso gut ist wie James Bond, aber für eine Frau.“ Damit schließt Craig etwas kategorisch aus, was Filmkollege und Ex-Bond Pierce Brosnan für möglich hält: eine Frau als 007.

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Auch Bond-Produzentin gegen eine Frau als 007

Doch nicht nur der scheidende Bond-Mime hält eine SchauspielerIN für eine Fehlbesetzung. Auch die amerikanische Filmproduzentin Barbara Broccoli (61), die das 007-Erbe ihres Vaters weiterführt, hat einer „Jane Bond“ bereits eine klare Absage erteilt. Einen schwarzen Nachfolger kann sie sich jedoch durchaus vorstellen: „James Bond kann jede Hautfarbe haben, aber er ist ein Mann“, erklärte Broccoli dem US-Magazin „Variety. Ob dieses Klischee noch zeitgemäß ist, darüber könnte man streiten. Immerhin war es Cary Fukunaga, der Regisseur des aktuellen, 25. Bond-Streifens, der über 007 urteilte, dieser sei „im Grunde ein Vergewaltiger“.

Nachfolgerin von Daniel Craig als James Bond: eine schwarze Frau!

Es bleibt also spannend. Zumindest für einige Minuten gib es aber Klarheit über die Nachfolge von Daniel Craig als beinharter Spion im Dienste seiner Majestät: Im neuen „James Bond: Keine Zeit zu sterben“ nämlich steht tatsächlich Lashana Lynch als Agentin ihre Frau. Allerdings nur genauso lange, bis Craig aus dem wohlverdienten Ruhestand zurück rekrutiert wird. Ob dieser Plot prophetisch zu verstehen ist und auch Craig am Ende bereit ist, noch eine Runde als 007 zu drehen – man wird es sehen.
* 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Danjaq, LLC/MGM/PA Wire/Nicola Dove

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