Tornados, Starkregen und Polarluft

Jahresrückblick 2021: Niedersachsens größten Wetterereignisse

Vom Starkregen bis zur eisigen Kälte, immer wieder hat das Wetter 2021 die Menschen in Niedersachsen in Atem gehalten. Was waren die größten Ereignisse?

Hannover – Zum Ende des Jahres ist es für echte Winterverhältnisse Mal wieder viel zu warm. Doch milde Temperaturen sind längst keine Neuheit mehr zu Silvester, Weihnachten und der Winterzeit. Überraschend kommen die zweistelligen Plusgrade Ende Dezember also nicht. Die großen Wetter-Ereignisse im Jahr 2021 waren mit Sicherheit andere Tage. Unwetter besonders in Form von Starkregen und Stürmen, aber auch Kälte und Schnee bleiben in Erinnerung. Welche Wetter-Tage in Niedersachsen sind 2021 besonders im Gedächtnis hängen geblieben?

StadtHannover
Bevölkerung532.163
Fläche204 km²
BürgermeisterBelit Onay

Tornado-Alarm in Norddeutschland

Im August zeigte sich der Klimawandel wie so häufig von seiner besonders aktiven Seite. Am 16. August fegte ein starker Tornado über Ostfriesland. Die Folge: 50 Häuser werden von der Energie des Wirbelsturmes zerstört. Was vor einigen Jahren in diesem Ausmaß in der Region noch unwahrscheinlich schien, trägt sich 2021 in die Reihe der großen Wetterereignisse in Niedersachsen selbstverständlich ein.

In Niedersachsen kam es 2021 immer wieder zu extremen Starkregen-Tagen.

Expertinnen und Experten warnen sogar bereits davor, dass die Gefahr im Norden durch Tornados ohnehin immer größer werde. Bleibt also abzuwarten, ob uns in 2021 mehrere solcher Unwetter-Tage erwarten werden. Im Oktober machte auch Orkan Benni in Niedersachsen mit schweren Windschäden auf sich aufmerksam, genau wie das Wetter-Tief Yogi im Oktober. Im Dezember forderte Orkan Daniel sogar ein Todesopfer.

Starkregen immer häufiger als Bedrohung in Niedersachsen

Wie sich zeigt, werden auch Starkregen-Tage immer häufiger in Niedersachsen zur Bedrohung. Auch 2021 sind einige Tage deshalb in Erinnerung geblieben. Zwar blieb das Land im Vergleich zu den betroffenen Gebieten der großen Flutkatastrophe insgesamt noch verschont, doch auch in Niedersachsen hielt der Starkregen die Bevölkerung häufig in Atem. Im September liefen Straßen und Keller aufgrund von starkem Niederschlag in Niedersachsen voll, die Einsatzkräfte der Feuerwehr waren dabei im Dauereinsatz. Besonders im Sommer kam es im Norden immer wieder zu Überschwemmungen.

Nicht selten begleiten Blitz und Donner diese Sturm-Unwetter. Unter anderem brachte Tief Quillan schwere Gewitter nach Niedersachsen. Insgesamt häuften sich die Meldungen nach schwerem Gewitter in 2021. Meteorologen erklären, wieso es schwer sein kann, Blitz und Donner genau vorherzusagen, doch in jedem Fall hat es in diesem Jahr häufig gekracht. Im Vergleich zum Vorjahr habe es 2021 deutlich mehr schwere Gewitter gegeben, Tendenz auch im kommenden Jahr steigend. Deutschlands „Blitzhauptstadt“ liegt derweil sogar in Niedersachsen.

Anfang 2021: Niederaschen im tiefen Winter

Geschneit hatte es zum Ende des Jahres 2021 nur kurz. Dafür zu Beginn des Jahres umso mehr. Im Januar und Anfang Februar hatte der Deutsche Wetterdienst unter anderem die höchste Warnstufe für Schneeverwehung ausgerufen. Das Schnee-Unwetter sorgte für lange Staus auf der Autobahn, flächendeckende Schulausfälle und für einen vorüber gehenden Zusammenbruch des Schienenverkehrs. Auch die Bundesstraße 6 im Landkreis Diepholz war zwischenzeitlich komplett im Schnee verschwunden.

Mit unserem Newsletter verpassen Sie mehr aus ihrer Umgebung, Deutschland und der Welt – jetzt kostenlos anmelden!

Bereits im Januar kam es zu eisigen Temperaturen, die der ein oder dem anderen noch in Erinnerung geblieben sein dürften. Die Kälte hielt sich über mehrere Wochen. Immer wieder warnten Meteorologinnen und Meteorologen vor Eisregen, der Autofahrerinnen und Autofahrern das Fahren auf den Straßen schwer gemacht hatte. Siebirische Kälte brachte zudem lange Zeit Temperaturen um die 20 Grad Minus nach Niedersachsen.

Niedersachsen: Weniger Dürre als im Vorjahr

Auch wenn es 2021 im Vergleich zum Vorjahr weniger Dürre-Wochen in Niedersachsen gegeben habe, warnen Expertinnen und Experten in Niedersachsen vor Wassermangel. Auch wenn der viele Regen die Situation in diesem Jahr etwas besser gemacht hatte, geben Expertinnen und Experten in Sachen Dürre für die kommenden Jahre keinesfalls Entwarnung. In Erinnerung geblieben ist in Sachen wärme besonders der 17. Juni, denn dieser Tag war der wärmste in Niedersachsen des gesamten Jahres. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © dpa/Peter Steffen

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Meistgelesene Artikel

Tödlicher Verkehrsunfall auf Bundesstraße fordert zwei Menschenleben

Tödlicher Verkehrsunfall auf Bundesstraße fordert zwei Menschenleben

Tödlicher Verkehrsunfall auf Bundesstraße fordert zwei Menschenleben
Leben auf dem Kreuzfahrtschiff MV Narrative statt im Penthouse

Leben auf dem Kreuzfahrtschiff MV Narrative statt im Penthouse

Leben auf dem Kreuzfahrtschiff MV Narrative statt im Penthouse
Vollsperrung A1 und A7: Stau-Alarm in Bremen und Niedersachsen am Wochenende

Vollsperrung A1 und A7: Stau-Alarm in Bremen und Niedersachsen am Wochenende

Vollsperrung A1 und A7: Stau-Alarm in Bremen und Niedersachsen am Wochenende
Großbrand wütet in Mehrparteienhaus – Gebäude unbewohnbar

Großbrand wütet in Mehrparteienhaus – Gebäude unbewohnbar

Großbrand wütet in Mehrparteienhaus – Gebäude unbewohnbar

Kommentare