JadeWeserPort: Nun kann Deutschland den Niederländern Paroli bieten

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Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (v.l., SPD), Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) legen am Freitag auf dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven die Hände aufeinander. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wird nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht.

Wilhelmshaven - Nun hat auch Deutschland seinen Tiefwasserhafen und kann in der Containerschifffahrt dem niederländischen Konkurrenten Rotterdam Paroli bieten. Die größten Containerschiffe sollen künftig in Wilhelmshaven be- und entladen werden.

Hamburg wirbt längst mit seinem Tor zur Welt. Nun hat auch Niedersachsen mit dem am Freitag offiziell eröffneten JadeWeserPort eins - zumindest nach den Worten von Ministerpräsident David McAllister (CDU), der Deutschlands einzigen Tiefwasserhafen ein „neues Tor zur Welt“ nannte. Fast euphorisch feierte die Polit-Prominenz den Start des Hafens. „Ich bin mir ganz sicher, dass dieser JadeWeserPort ein Erfolg wird“, sagte McAllister. Auch die Hafenwirtschaft scheint überzeugt und zuversichtlich - etwa der Chef der Bremer BLG Logistics Group, Detthold Aden: „Wir brauchen diesen Hafen. Ich freue mich als gebürtiger Wilhelmshavener riesig.“

Zur Eröffnung hatte die knapp 300 Meter lange „Maersk Laguna“ der weltgrößten Reederei Maersk festgemacht. Als am Freitagnachmittag symbolisch der erste Container entladen und damit der Startschuss für den Hafen gegeben wird, brandet der Jubel der mehr als 1000 Gäste der Einweihungsfeier auf. Beim Aufsetzen des Containers „Nummer 1“ gibt es ein langes Signal aus dem Schiffstyphon. Die Schifffahrtslinie ist der erste Kunde, der regelmäßig Wilhelmshaven anläuft. „Wir alle müssen uns jetzt anstrengen“, so Emanuel Schiffer vom Vorstand des Terminalbetreibers Eurogate. „Ladung gibt es noch nicht allzu viel in Wilhelmshaven.“

Einweihung des JadeWeserPort in Wilhelmshaven

Einweihung des JadeWeserPort in Wilhelmshaven

An der Kaje ist das Containerschiff "Maersk Laguna" zu erkennen. Der neue deutsche Tiefwasserhafen wird nach über vierjähriger Bauzeit am Nachmittag offiziell eingeweiht. © dpa
An der Kaje ist das Containerschiff "Maersk Laguna" zu erkennen. Der neue deutsche Tiefwasserhafen wird nach über vierjähriger Bauzeit am Nachmittag offiziell eingeweiht. © dpa
An der Kaje ist das Containerschiff "Maersk Laguna" zu erkennen. Der neue deutsche Tiefwasserhafen wird nach über vierjähriger Bauzeit am Nachmittag offiziell eingeweiht. © dpa
An der Kaje ist das Containerschiff "Maersk Laguna" zu erkennen. Der neue deutsche Tiefwasserhafen wird nach über vierjähriger Bauzeit am Nachmittag offiziell eingeweiht. © dpa
Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (SPD, l) und Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) reichen sich am Freitag auf dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven die Hände. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wird nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. © dpa
Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (l-r, SPD), Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) legen am Freitag auf dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven die Hände aufeinander. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wird nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht © dpa
Bremens Regierungschef Jens Böhrnsen (l-r, SPD), Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) und Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) legen am Freitag auf dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven die Hände aufeinander. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wird nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht © dpa
An der Kaje ist das Containerschiff "Maersk Laguna" zu erkennen. Der neue deutsche Tiefwasserhafen wird nach über vierjähriger Bauzeit am Nachmittag offiziell eingeweiht. © dpa
An der Kaje ist das Containerschiff "Maersk Laguna" zu erkennen. Der neue deutsche Tiefwasserhafen wird nach über vierjähriger Bauzeit am Nachmittag offiziell eingeweiht. © dpa
An der Kaje ist das Containerschiff "Maersk Laguna" zu erkennen. Der neue deutsche Tiefwasserhafen wird nach über vierjähriger Bauzeit am Nachmittag offiziell eingeweiht. © dpa
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) spricht am Freitag auf dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven zu den Medienvertretern. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wird nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. © dpa
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) spricht am Freitag auf dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven zu den Medienvertretern. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wird nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. © dpa
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) spricht am Freitag auf dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven zu den Medienvertretern. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wird nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. © dpa
An der Kaje ist das Containerschiff "Maersk Laguna" zu erkennen. Der neue deutsche Tiefwasserhafen wird nach über vierjähriger Bauzeit am Nachmittag offiziell eingeweiht. © dpa
Einige Ehrengäste der feierlichen Eröffnung des JadeWeserPorts in Wilhelmhaven begrüßen am Freitag  den symbolisch ersten Container, der kurz zuvor von der "Maersk Laguna" entladen wurde. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wurde nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. © dpa
Einige Ehrengäste der feierlichen Eröffnung des JadeWeserPorts in Wilhelmhaven begrüßen am Freitag (21.09.2012) den symbolisch ersten Container, der kurz zuvor von der "Maersk Laguna" entladen wurde. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wurde nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. © dpa
Einige Ehrengäste der feierlichen Eröffnung des JadeWeserPorts in Wilhelmhaven begrüßen am Freitag den symbolisch ersten Container, der kurz zuvor von der "Maersk Laguna" entladen wurde. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wurde nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. © dpa
Einige Ehrengäste der feierlichen Eröffnung des JadeWeserPorts in Wilhelmhaven begrüßen am Freitag  den symbolisch ersten Container, der kurz zuvor von der "Maersk Laguna" entladen wurde. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wurde nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. © dpa
Einige Ehrengäste der feierlichen Eröffnung des JadeWeserPorts in Wilhelmhaven begrüßen am Freitag (21.09.2012) den symbolisch ersten Container, der kurz zuvor von der "Maersk Laguna" entladen wurde. Deutschlands neuer Tiefwasserhafen wurde nach rund viereinhalbjähriger Bauzeit offiziell eingeweiht. © dpa
Niedersachsens Ministerpräsident David McAllister (CDU) spricht am Freitag auf dem JadeWeserPort in Wilhelmshaven während der Eröffnungsfeier des niedersächsisch-bremischen Hafenprojektes. © dpa

Das Geschäft im Hafen werde langsam wachsen, meint die Branche. „Man kann nicht erwarten, dass die Schiffe hier gleich Schlange stehen“, sagt der Geschäftsführer von Roland Umschlag, Christoph Holtkemper. Für das Bremer Unternehmen sollte noch am Freitag der erste Güterzug mit 80 Standardcontainern den JadeWeserPort in Richtung Bremen verlassen. „Bei uns auf dem Gelände werden die Container weiter verteilt.“ Er gehe davon aus, dass es künftig eine regelmäßige Verbindung geben werde.

McAllister bezeichnet den Hafen als Jahrhundert-Projekt. „Häfen werden für die nächsten 100 Jahre gebaut“, meint auch Aden. Deshalb sei er zuversichtlich, auch wenn es momentan einen leichten Rückgang beim Containerumschlag gebe. Von der Notwendigkeit des Hafens seien auch die Seehafenspediteure überzeugt, sagt Jürgen Hinrichs, Sprecher der Fachgruppe Containerverkehre Deutsche Seehäfen, ein Zusammenschluss der 38 Container-Transportunternehmen in Deutschland. Vier Unternehmen seien bereits mit Büros in Wilhelmshaven vertreten. Vorteil sei die großflächig angelegte Infrastruktur, sagt Hinrichs. „Hier ist alles vorhanden, was wir brauchen.“

Die mehr als 300 Risse in der neuen Spundwand, deren Reparatur letztlich zur Verschiebung der Eröffnung des ersten Bauabschnitts mit 1000 Meter der insgesamt 1725 Meter langen Kaje um sechs Wochen führte, sind bei der Eröffnung nahezu vergessen. Es sei ein langer und zum Teil steiniger Weg gewesen, sagt McAllister. „Die vielen Kassandra-Rufe haben sich nicht durchgesetzt.“

Vor den Gästen nicht versteckt wird der Unglücksfrachter „Flaminia“, der seit fast zwei Wochen an der Eurogate-Kaje liegt. Im Gegenteil: Die beiden Containerschiffe liegen mit den Hecks zueinander unweit voneinander entfernt. Vom Festzelt aus ist der Blick auf den ausgebrannten Mittelteil der „Flaminia“ mit einigen zu Schrott aufgetürmten Containern frei. Mit dem Unglücksschiff wird im Hafen viel Geld verdient. In der kommenden Woche sollen die Container von Bord geholt und das giftige Löschwasser aus den Ballasttanks des Schiffes gepumpt werden. Das nächste Maersk-Schiff kommt bereits an diesem Montag. Schiffer: „Jetzt geht es los.“ dpa

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