Unglück an Bahnübergang

Tödlicher Unfall im Landkreis Gifhorn: Mutter stirbt vor den Augen ihres Kindes

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In Isenbüttel ereignete sich an einem Bahnübergang ein tödlicher Unfall.

Im Landkreis Gifhorn hat sich am Sonntag ein tödlicher Unfall ereignet. Eine 35-jährige Autofahrerin wurde im Beisein ihres Kleinkindes beim Überqueren eines unbeschrankten Bahnübergangs von einem Zug erfasst.

Update, 22. September, 17.10 Uhr: Zum Unfallhergang erklärt die Polizei, dass die Autofahrerin den herannahenden Zug übersehen habe

Der Nahverkehrszug war mit dem Lokführer und 49 Fahrgästen besetzt, unter ihnen gab es laut Polizei nur eine leicht verletzte Person. Die Bahnstrecke wurde voll gesperrt, weil der Triebwagen mit Hilfe eines Spezialkrans auf einem Sonderzug geborgen werden musste. Die Bahn richtete einen Schienenersatzverkehr ein.

Erixx erfasst Auto - Tochter schwer verletzt

Originalmeldung: Isenbüttel - Bei einem Unfall an einem unbeschrankten Bahnübergang im Landkreis Gifhorn ist eine Mutter im Beisein ihres Kindes ums Leben gekommen

Ein Zug habe das Auto der 35-Jährigen erfasst und über mehrere Hundert Meter mitgeschleift, teilte die Polizei mit. Ihre dreijährige Tochter wurde schwer verletzt per Rettungshubschrauber ins Krankenhaus nach Hannover geflogen. 

Der Unglücksort in Isenbüttel befindet sich zwischen einem Wohngebiet und einer Schrebergartensiedlung. Er wurde weiträumig abgesperrt

Unfall in Isenbüttel: Auch ein Hund stirbt bei Unglück

Der Regionalzug des privaten Bahnunternehmens erixx war auf der Strecke von Uelzen nach Braunschweig unterwegs, als es zu dem Zusammenstoß kam. Die Ursache war zunächst unklar. Das demolierte Auto befand sich auch Stunden nach dem Unfall verkeilt mit dem Triebwagen des Zuges an einer Böschung. 

Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz. Ein Hund, der mit im Auto saß, starb ebenfalls. Die Zugreisenden wurden mit Ersatzbussen zu ihrem Zielort gebracht. 

Die Nebenstrecke war nach Angaben der Deutschen Bahn zwischen 9.40 und 14 Uhr gesperrt. Die Bergung des Wagens habe Probleme bereitet. 

Unfälle an Bahnübergängen

Immer wieder kommt es an Bahnübergängen zu Unfällen mit Toten und Verletzten. Im vergangenen Jahr gab es 144 Unfälle an Bahnübergängen der Deutschen Bahn, 2017 waren es 157 Unfälle gewesen, 1995 sogar 603 Kollisionen. 

In den vergangenen Jahren seien viele Bahnübergänge beseitigt worden, erläuterte eine Bahnsprecherin. Ende 2017 gab es demnach noch 16.541 Kreuzungen zwischen Schiene und Straße, davon etwa 38 Prozent ohne technische Sicherung. 

In Niedersachsen starb vor einem Jahr auf einem Bahnübergang ohne Schranken bei Landesbergen im Kreis Nienburg eine 53-Jährige Autofahrerin. Auf demselben Bahnübergang war Ende 2016 der 32 Jahre alte Fahrer eine Mülltransporters ums Leben gekommen. Als derweil zwei Jungen auf in Bremerhaven auf einem Zug spielten, kam es zum Strom-Drama.

dpa

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