IS-Experten werden im Celler Islamisten-Prozess befragt

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Der Angeklagte Ayoub B. im Oberlandesgericht in Celle.

Celle - Das Oberlandesgericht Celle will am Montag im Prozess gegen zwei Rückkehrer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS)aus Wolfsburg zwei IS-Experten befragen.

Unter ihnen ist ein Islamwissenschaftler, der Einblicke in die Struktur der Organisation geben soll. Zuvor hatte bereits der Nahost-Experte Guido Steinberg von der Stiftung Wissenschaft und Politik die Entstehungsgeschichte und Ziele der Vereinigung skizziert.

Die beiden Deutsch-Tunesier Ayoub B. und Ebrahim H. B. stehen in Celle seit Anfang August vor Gericht, weil sie sich im Sommer des vergangenen Jahres dem IS in Syrien und im Irak angeschlossen haben sollen. Der 27-jährige B. hat laut Anklage an Kampfhandlungen teilgenommen. Ebrahim H. B. (26) soll kurz davor gestanden haben, einen Selbstmordanschlag in Bagdad zu begehen.

Die beiden Angeklagten hatten sich an den ersten Prozesstagen für ihre Ausreise ins IS-Gebiet gerechtfertigt. Ayoub B. gab an, nur zum Koran-Unterricht und um humanitäre Hilfe zu leisten nach Syrien gegangen zu sein. Dort sei er zur Ausbildung an der Waffe gezwungen worden. Ebrahim H. B. begründet seine Ausreise mit verletzter Ehre durch eine geplatzte Hochzeit. „Ich wollte einfach nur noch weg.“ Er habe gehofft, sich abseits der Kampfgebiete aufhalten zu können.

dpa

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