Olaf Lies in Teheran

Iran setzt auf deutsches Know-how im Energie- und Fahrzeugsektor

Ein Kameramann kniet auf einem Teppich und filmt Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (r) bei dessen Treffen mit dem iranischen Industrieminister Mohammad Reza Nematzadeh am Montag im Landwirtschaftsministerium in Teheran.

Teheran - Know-how und Investitionen aus Deutschland sind im Iran nach dem Atomdeal hochwillkommen. Die Frage der Menschenrechte bleibt indes heikel, merkt Niedersachsens Wirtschaftsminister Lies bei seiner Iranreise.

Im Energiesektor und beim Fahrzeugbau hat der Iran Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) gegenüber den Wunsch nach einer Kooperation bekräftigt. Als Lies bei seiner Iranreise mit rund 100 Unternehmen am Montag das Thema Grund- und Menschenrechte als Teil einer funktionierenden Wirtschaftsbeziehung ansprach, bekam er allerdings eine Abfuhr.

Es gebe viel politisch motivierte Propaganda gegen den Iran, wie etwa Berichte über die Verletzung der Menschenrechte, die nicht der Wahrheit entsprechen, sagte Industrieminister Mohammad Reza Nematzadeh. Der Iran sei ein freies Land, habe aber auch eigene Gesetze so wie religiöse Vorschriften, die den westlichen Kriterien nicht entsprächen. Missverständnisse beim Thema Menschenrechte sollten Gelehrte und Wissenschaftler ausräumen. Der Iran sei zu solch einem Dialog mit Deutschland bereit, sagte der iranische Minister.

Steuererleichterungen für deutsche Firmen stellte der Industrieminister unterdessen bei Investitionen im Automobilsektor in Aussicht. Das langfristige Ziel des Iran sei es, drei Millionen Autos im Jahr zu bauen. „Dafür brauchen wir internationale Zusammenarbeit, auch oder besonders mit Deutschland.“ Auch Volkswagen könne diesbezüglich eine Rolle spielen. Da der Konzern eigene Studien zum iranischen Markt angekündigt habe, rechne er bald mit einer aktiveren Rolle von VW im Iran mit einem vom Konzern selbst ausgewählten örtlichen Partner. Auch eine Zusammenarbeit mit Niedersachsen im Zusammenhang mit der Reifenproduktion wäre denkbar.

Beim Ausbau erneuerbarer Energien setze der Iran auf deutsches Know-how, erklärte der iranische Vize-Energieminister Hamajun Haeri den Besuchern aus Niedersachsen am Montag. Trotz großen Interesses beim Ausbau der Wind- und Sonnenenergie sei der Iran bisher wenig erfolgreich. „Daher wollen wir diesbezüglich unbedingt eine enge und intensive Zusammenarbeit mit Deutschland als Vorbild und Vorreiter in diesem Gebiet.“ dpa

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