Corona-Pandemie

Inzidenz in Niedersachsen steigt – doch was sagt das noch aus?

Die Inzidenz steigt in Niedersachsen weiter an. Doch immer mehr Stimmen fordern neue Kennwerte, um die Corona-Situation einzuschätzen.

Hannover – Die Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen ist weiter gestiegen. Am Mittwoch, 14. Juli 2021, lag der Wert nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bei 6,1, nachdem sich am Dienstag noch 5,8 Menschen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen mit Corona neu infiziert hatten. Auch im Land Bremen stieg die Sieben-Tage-Inzidenz wieder – von 9,8 auf 11,5.

In Niedersachsen kamen mit Stand Mittwochmorgen 123 neue Corona-Fälle hinzu. Insgesamt gibt es nun 261.843 registrierte Fälle. Es wurde kein neuer Todesfall gemeldet, insgesamt starben im Zusammenhang mit dem Covid-19-Erreger im Land bisher 5799 Menschen.

Auch bundesweit steigen die Coronazahlen wieder an. Als wirksamstes Mittel gegen die Pandemie setzen sich Politiker stärker für Impfwerbung* ein.

Die Sieben-Tage-Inzidenz verliert an Aussagekraft, weil immer mehr Menschen geimpft sind.

Die Städte Wolfsburg mit einem Wert von 16,9 und Salzgitter mit 14,4 waren am Mittwoch die beiden Kommunen mit den höchsten Inzidenzwerten im Land. In der Region Hannover lag der Inzidenzwert bei 12,2.

Im Land Bremen kamen am Mittwoch 25 Neuinfizierte hinzu, die Gesamtzahl stieg auf 27.576. In der Stadt Bremen lag der Sieben-Tage-Inzidenzwert bei 13,4 in Bremerhaven bei 1,8.

Wann ist das Ende der Coronavirus-Pandemie? Alle sehnen sich nach dem Aus von Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen. Dieser Simulator* nennt ein Datum.

Sieben-Tage-Inzidenz in Niedersachsen6,1
neue Corona-Fälle in Niedersachsen123
Sieben-Tage-Inzidenz in Bremen11,5

Doch die Sieben-Tage-Inzidenz verliert an Aussagekraft, weil immer mehr Menschen geimpft sind. Die Regierung und auch Experten sind der Meinung, dass es neue Kennwerte braucht, um die Corona-Lage einzuordnen. Eine Präsentation des RKI zeigt, dass die Zahl der Menschen, die wegen Corona im Krankenhaus behandelt werden müssen, zukünftig wichtiger wird.

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Inzidenz verliert an Aussagekraft

Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht die Inzidenz nicht mehr als Hauptindikator. Laut Merkel müsse die Inzidenz-Zahl 100 nun anders betrachtet werden als vor der Impfkampagne. Ab der Inzidenz galt die Bundesnotbremse, die kürzlich auslief. Trotzdem warnt die Bundeskanzlerin davor, dass sich durch hohe Fallzahlen und neue Virusvarianten* neue Gefahren entwickeln können.

Laut Bundesgesundheitsministerium soll der Wert weiterhin herangezogen werden, um die Corona-Lage zu beurteilen. Aber eben nicht als einziger Wert, wie bisher. Sollte es erneut eine Bundesnotbremse geben, sollte diese nicht mehr allein von steigenden Inzidenzen abhängig gemacht werden. * 24hamburg.de und kreiszeitung.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

Rubriklistenbild: © Sina Schuldt/ dpa

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