Britische Coronavirus-Krise

Inzidenz in Großbritannien: Geimpfte stecken sich mit Delta-Variante an

Ein Polizist mit Mund-Nasen-Schutz steht inmitten einer Gruppe von Demonstranten.
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Die Delta-Variante ist in Großbritannien weiter auf dem Vormarsch. Ob die angekündigten Lockerungen ab Mitte Juli wirklich kommen können, ist derzeit ungewiss.

Der Inzidenzwert in Großbritannien hat die 200er-Marke überschritten. Auch Geimpfte scheinen vor der Delta-Variante nicht sicher zu sein.

London – Die Delta-Variante bahnt sich in Großbritannien immer weiter ihren Weg. Am Freitag, 2. Juli 2021, riss die 7-Tage-Inzidenz im Vereinigten Königreich mit 216,6 (Vortag: 196,4) erstmal seit Monaten wieder die magische 200er-Marke. Bereits am Tag zuvor wurde das UK durch die deutschen Behörden als Virusvariantengebiet mit hohem Infektionsrisiko ausgewiesen. Daher gelten wieder Reiseeinschränkungen für Rückkehrer aus England, Wales, Schottland oder Nordirland.

Königeich in Europa:Großbritannien
Premierminister:Boris Johnson (Conservative Party)
Hauptstadt:London
Fläche:242.495 Quadratkilometer
Einwohner:66,8 Millionen

Wie im Rest von Europa macht den Briten vor allen Dingen die Delta-Variante zu schaffen. Denn: immer mehr durchgeimpfte Menschen infizieren sich mit der zuerst in Indien entdeckten Variante, wie die Süddeutsche Zeitung berichtet. Fast die Hälfte derjenigen, die an der Delta-Variante des Coronavirus im UK gestorben sind, seien bereits vollständig geimpft gewesen, berichtete die Gesundheitsbehörde Public Health England vor einigen Tagen, nämlich 50 von 117.

Inzidenzwert Großbritannien: Geimpfte in Großbritannien infizieren sich mit Delta-Variante – 40 Prozent aller Toten waren geimpft

Dabei sei es nur logisch, dass unter jenen Menschen, die sich derzeit in Großbritannien und Deutschland noch mit einer Variante des Coronavirus anstecken, ein deutlicher Anteil an Geimpften ist. „Mit Meldungen wie 40 Prozent aller neuen Corona-Toten war geimpft, verhält es sich ähnlich wie mit 70 Prozent aller Verkehrstoten waren angeschnallt‘“, zitiert die SZ den Statistikprofessor Christoph Rothe von der Universität Mannheim. Sie suggerierten ein Problem, obwohl dahinter eigentlich eine Erfolgsgeschichte stehe, so der Statistiker.

Deshalb werde es immer Menschen geben, die sich trotz doppelter Impfung anstecken und danach schwer erkranken würden, solange das Coronavirus zirkuliere. Auch die Tatsache, dass sich unter den Toten viele alte Menschen befinden, sei demnach nicht überraschend. Das liege zum einen daran, dass das Virus für hochbetagte Menschen wesentlich gefährlicher sei als für junge Personen. Darüber hinaus scheint inzwischen auch gesichert, dass alte Menschen auf die Impfung nicht so gut ansprechen wie jüngere.

Inzidenz in Großbritannien steigt weiter: Immunsystem verliert mit Alter an Schlagkraft

„Das Immunsystem verliert im Alter an Schlagkraft“, zitiert die Süddeutsche in ihrer Online-Ausgabe Christine Falk, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Immunologie. Auch bei Patienten mit Krebs, Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder nach Organtransplantation, die ihr Immunsystem mit Medikamenten unterdrücken müssen, schlage die Impfung oft nicht so gut an. Diese Menschen bräuchten oft eine dritte Impfung, um eine gute Immunabwehr zu bilden. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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