Spanien, Italien oder Portugal

Corona-Inzidenz in Europa: So schaut es in beliebten Urlaubsländern aus

Zu sehen ist eine blonde Frau in einem gelben Kleid, die eine Maske gegen das Coronavirus trägt und telefoniert. Im Hintergrund protestieren Menschen in Portugal, es weht die Flagge des Landes. Zudem sind Coronaviren abgebildet.
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Neben Großbritannien besonders schwer von der Delta-Variante betroffen: Die Corona-Mutante wütet in Portugal. Das Land wurde vom Robert-Koch-Institut (RKI) mittlerweile zum Virusvariantengebiet erklärt.

Der Corona-Inzidenzwert bleibt in Deutschland auf einem konstant niedrigem Niveau. Wie aber sieht es in Spanien, Italien oder Portugal aus? Der große Überblick.

Athen/Lissabon/Madrid/Rom – Am Samstagmorgen, 3. Juli 2021, ist die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen unter den Wert von 5,0 gesunken. Darüber gibt das Robert-Koch-Institut (RKI) unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter Bescheid. Wie aber fallen die Zahlen im europäischen Ausland aus? kreiszeitung.de nimmt die wichtigsten Sommerziele der Deutschen unters Visier.

Land:Spanien
Hauptstadt:Madrid
Vorwahl:+34
ISO-Code:ESP
Bevölkerung:46,94 Millionen (2019)

Corona-Inzidenzwerte im europäischen Ausland: Delta-Variante in Spanien auf dem Vormarsch

In Spanien breitet sich die Delta-Variante schnell aus. Im Juni 2021 lag der Anteil an Neuinfektionen, der auf die Corona-Mutante zurückzuführen ist, laut der Wissenschaftsinitiative „Global Initiative on Sharing All Influenza Data“ (GISAID) bei 21,8 Prozent. Auf Mallorca sei die Delta-Variante nach Angaben lokaler Behörden sogar für 10 Prozent aller Fälle verantwortlich.

Es liest sich perplex: Trotz einer landesweiten Sieben-Tage-Inzidenz in Spanien von 53,5 ist die Einreise für deutsche Urlauber so einfach wie schon lange nicht mehr. Die Corona-Situation in Spanien gestaltet sich dennoch fragil*. Denn bereits seit Mittwoch, 30. Juni 2021, dürfen britische Reisende wieder auf die Balearen-Insel Mallorca fliegen, ohne bei der Rückkehr in Quarantäne zu müssen.

Trotz der gravierenden Lage rund um die Delta-Variante im Vereinigten Königreich* gibt es für Briten bisher keine Einreisebeschränkungen. Nicht einmal einen Corona-Test müssen diese Urlauber in Spanien vorlegen. Innerhalb des beliebten Urlaubslandes der Deutschen muss zudem berücksichtigt werden, dass es starke regionale Unterschiede gibt. Die spanische Regierung verschärft zunehmend die Regeln, ein sorgenfreier Urlaub auf Mallorca oder Teneriffa gerät dadurch in Gefahr*.

Portugal hart von Corona getroffen: Delta-Variante erwischt Lissabon besonders schwer – Hauptstadt abgeriegelt

Hinsichtlich der Delta-Variante hat es neben Großbritannien vor allem Portugal besonders schwer erwischt*. Laut GISAID sind dort fast die Hälfte alle Corona-Fälle auf die Delta-Variante zurückzuführen. Die 14-Tage-Inzidenz ist in Portugal auf 169 angestiegen. Homeoffice ist wieder zur Pflicht geworden, die Pandemie-Maßnahmen wurden generell verschärft.

Die Regierung hat bereits die Reißleine gezogen und eine nächtliche Ausgangssperre für Regionen mit besonders schlechter Corona-Lage wieder eingeführt. Die Hauptstadt Lissabon ist infolge eines hohen Inzidenzwertes am letzten Juni-Wochenende 2021 abgeriegelt worden.

Mittlerweile steht Portugal auf der Liste der Virusvariantengebiete. Eine Einstufung, die durch das RKI erfolgt ist. Deswegen mussten bereits zahlreiche Urlauber ihre Ferien abbrechen und abreisen. Zum Hintergrund: Im Winter hatte Portugal zeitweise mehr Neuinfektionen und Corona-Todesfälle als jedes andere Land.

Ein Wert, der im Verhältnis zur Bevölkerungszahl Portugals stand. Erst im Mai 2021 trug ein strenger Lockdown seine Rechnung – und das südeuropäische Land wies mit die niedrigsten Infektionswerte in Europa auf.

Corona-Situation in Griechenland und Italien: Südeuropäer bleiben weitestgehend von Delta-Variante verschont

In Griechenland ist die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt deutlich gesunken. Es konnte bereits ein Wert unter 35 erreicht werden. Wie die GISAID mitteilt, gab es bisher auch noch keinen nachgewiesenen Fall der Delta-Variante in Griechenland. Dies könnte aber auch damit zusammenhängen, dass in der Hellenischen Republik nur wenige Corona-Fälle auf Mutationen wie die Delta-Variante untersucht werden.

Dementsprechend wird damit gerechnet, dass die Dunkelziffer deutlich höher ausfällt. Aufgrund von vergleichsweise niedrigen Inzidenzen in Griechenland wird jedoch nicht erwartet, dass sich die Delta-Variante ähnlich schnell ausbreitet wie in Russland. Urlaub auf Kreta, Kos oder Rhodos scheint somit möglich. Ähnlich verhält es sich mit Italien. Im Vergleich zum Beginn der Pandemie hat sich die Lage im Land, wo die Zitronen blühen, deutlich entspannt.

Offiziell gilt zwar noch der Notstand. Doch immerhin sind aktuell alle Regionen Italiens als „weiße“ Zonen eingestuft. Heißt: Bis auf die Maskenpflicht und das Einhalten eines Mindestabstands gelten hier nur wenige Beschränkungen. Die Bedrohung durch die Delta-Variante wird aber nicht auf die leichte Schulter genommen. Für Einreisende aus Großbritannien gilt eine fünftägige Quarantänepflicht (Stand aller Daten: 3. Juli 2021, 19:20 Uhr). * kreiszeitung.de, 24hamburg.de und merkur.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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