Innenminister Pistorius will Fotos von Unfallopfern verbieten

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Pistorius (SPD) zieht Konsequenzen aus den Vorkommnissen in Bremervörde. Foto: Peter Steffen/Archiv

Hannover - Als Konsequenz aus den Erfahrungen bei einem Unfall in Bremervörde will Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius das Fotografieren und Filmen von Unfallopfern verbieten. "Wir brauchen dringend einen entsprechenden Straftatbestand", sagte der SPD-Politiker am Donnerstag in Hannover. Nach der Sommerpause will Pistorius einen Gesetzentwurf vorlegen, der dann in den Bundesrat eingebracht werden soll.

Pistorius sagte, er finde es zutiefst abstoßend, wenn Gaffer mit ihren Handys Verletzte oder gar Halbtote aufnehmen würden, um sich damit im Netz zu profilieren. Außer der Presse habe niemand das Recht, Aufnahmen von Opfern zu machen.

Am vergangenen Sonntag war in Bremervörde ein Auto in eine Eisdiele gekracht. Dabei waren ein 2 Jahre alter Junge und ein 65-Jähriger ums Leben gekommen. In der Folge war es zu massiven Rangeleien zwischen Polizei und Gaffern gekommen, die Fotos von Opfern machten.

dpa

Lesen Sie dazu auch: Die schlimme Geschichte des Gaffens

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