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In Niedersachsen schlagen Aktivisten wieder Klimacamps auf

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Von: Fabian Raddatz

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Plakate hängen an Zelten in einem Klimacamp auf dem Gauß-Weber-Wall.
Die Winterpause ist vorbei: In einigen Städten in Niedersachsen campieren wieder Menschen vor Rathäusern und auf Marktplätzen. So wie hier auf dem Gauß-Weber-Wall in Göttingen. © Swen Pförtner/dpa

In einigen Städten in Niedersachsen campieren wieder Menschen vor Rathäusern und auf Marktplätzen. Dabei geht es ihnen nicht um Urlaub oder Erholung.

Göttingen – Nach der Winterpause haben einige Klimacamps in Niedersachsen ihre Lager wieder aufgeschlagen. So soll etwa in Göttingen und Lüneburg auf den Klimawandel aufmerksam gemacht werden. In Bremen wird seit dem vergangenen Jahr ununterbrochen campiert.

In Göttingen sind die Aktivisten und Aktivistinnen seit dem 12. Mai 2022 wieder auf einer Wiese vor dem Rathaus zu finden. Auf Plakaten fordern sie unter anderem mehr Nachhaltigkeit in der Mobilität. Laut einem Sprecher der Stadt sind bis zu 100 Menschen pro Tag angemeldet. Mindestens zwei Teilnehmer müssen demnach stets vor Ort sein, damit das Klimacamp als Versammlung gilt. Es ist mindestens bis zum 28. August angemeldet. Eine Verlängerung sei denkbar, teilte der Stadtsprecher mit.

Die Zeltlager in den Innenstädten sind im vergangenen Jahr im Zuge der Corona-Pandemie entstanden, weil große Demonstrationen nicht möglich waren. Sie sollen Passanten auf den Klimawandel aufmerksam machen. Teilweise werden vor Ort Vorträge und Workshops angeboten.

In Niedersachsen werden wieder Klimacamps aufgebaut: Proteste in Bremen und Hannover

In Lüneburg soll es wie im vergangenen Jahr erneut zwei sogenannte Klimagerechtigkeitscamps geben. Vom 5. Juni an wollen sich die Teilnehmer auf dem Marienplatz niederlassen, wie die Aktivistin Ena Fölz sagte. Im vergangenen Jahr standen die Zelte dort 104 Tage. „Es ist ein umfangreiches Programm zu verschiedenen Schwerpunkten geplant“, sagte Fölz. Das zweite Camp in der Stadt soll im Kurpark aufgebaut werden.

Seit April 2021 findet das Klimacamp in Bremen ohne Winterunterbrechung statt. Bis Oktober standen die Zelte gegenüber der Bürgerschaft in einer Ecke des Bremer Rathauses. Wegen Sanierungsarbeiten zog das Camp anschließend in die Wallanlagen gegenüber der Kunsthalle um.

In Hannover, wo im vergangenen Jahr am Rathaus ebenfalls für das Klima gecampt wurde, ist für dieses Jahr nach Angaben der Polizei kein Zeltlager angemeldet. Auch in anderen Bundesländern hat es in der Vergangenheit Klimacamps gegeben.

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