Boosterimpfungen möglicherweise für alle

Corona: Impfzentren sollen wieder öffnen – Beschlussvorlage enthüllt

Ein Mann wartet im Corona-Impfzentrum auf seinen Termin
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Der Beschlussvorlage der Gesundheitsministerkonferenz sei zu entnehmen, dass Booster-Impfungen grundsätzlich für alle Personengruppen möglich sein sollen – und in wieder aktivierten Impfzentren durchgeführt werden sollen. (Symbolbild)

Kommen die Impfzentren bundesweit zurück? Das soll in einer Beschlussvorlage der aktuellen Gesundheitsministerkonferenz stehen. Die Hintergründe.

Stuttgart – Im Rahmen der Gesundheitsministerkonferenz am Donnerstag, 4. November 2021, wurde erneut über das weitere Vorgehen hinsichtlich Boosterimpfungen gesprochen. Zudem soll aus der Beschlussvorlage hervorgehen, dass die Impfzentren in Deutschland möglicherweise erneut öffnen werden.

Land in Europa:Deutschland
Präsident:Frank-Walter Steinmeier
Hauptstadt:Berlin
Vorwahl:+49
Bevölkerung:83,24 Millionen (2020)
Kanzlerin:Angela Merkel
BNE pro Kopf:55.220 KKP-Dollar (2020)

Boosterimpfung: Bund und Länder setzen auf dritte Spritze gegen das Coronavirus

„Bund und Länder betonen gemeinsam, dass Auffrischungsimpfungen vorangetrieben und zeitnah durchgeführt werden müssen“, soll es in der entsprechenden Beschlussvorlage heißen. Dies würde vor allem für die von Beschlüssen der Gesundheitsministerkonferenz erfassten Personengruppen, vor allem Alten- und Pflegeheime, gelten. Darüber berichtet der „Focus“.

Demnach würden Bund und Länder davon ausgehen, dass Boosterimpfungen sowohl zeitnah als auch flächendeckend durch die niedergelassenen Ärzte angeboten werden müssen. Es gelte vor allem für Pflegeeinrichtungen. Um das Impfangebot auch im großen Maß gewährleisten zu können, sollen insbesondere mobile Impfteams zum Einsatz kommen. Diese werden von den Ländern autonom koordiniert.

Bundesländer sollen Boosterimpfungen in wieder aktivierten Impfzentren anbieten

Doch damit nicht genug: Ebenso sei der Beschlussvorlage der Gesundheitsministerkonferenz zu entnehmen, dass die Länder ihre Impfzentren wieder aktivieren und dort Boosterimpfungen anbieten werden. Deswegen sollen die Länder alle über 60-jährigen Menschen über die Empfehlung zur dritten Impfung gegen das Coronavirus informieren.

Zudem heißt es, dass die Boosterimpfungen im Rahmen der vorhandenen Kapazitäten sowie nach ärztlichem Ermessen grundsätzlich allen Personen angeboten werden sollen. Unter der Voraussetzung, dass diese mindestens sechs Monaten nach dem Abschluss der ersten Impfserie erfolgen.

Eine Ausnahme bilden die Personen, die den Impfstoff von Johnson & Johnson erhalten haben. Gemäß der Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) sollen diese Personen eine Boosterimpfung bereits nach vier Wochen erhalten.

Wofür die Ständige Impfkommission (Stiko) zuständig ist

Mit der Ständigen Impfkommission (Stiko) wird eine ehrenamtliche, politisch und weltanschaulich unabhängige, 18-köpfige Expertengruppe bezeichnet, die beim Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin angesiedelt ist. Dieses Expertenteam trifft sich zweimal jährlich, um sich mit Fragen rund um Schutzimpfungen und Infektionskrankheiten in Forschung und Praxis zu beschäftigen. Auf Basis dessen werden Empfehlungen herausgegeben. Die Stiko-Empfehlungen wiederum dienen den Bundesländern als Vorlage für ihre öffentlichen Impfempfehlungen.

Testpflicht für Besucher von Pflegeheimen kommt – unabhängig vom jeweiligen Impfstatus

Darüber hinaus heißt es, dass der Bund die Geltungsdauer der Coronavirus-Impfverordnung zeitnah bis Ende März 2022 verlängern und sich somit weiterhin an der Finanzierung der staatlichen Impfangebote beteiligen wird. Besucher von Pflegeeinrichtungen müssen künftig ein negatives Testergebnis vorweisen – unabhängig von ihrem jeweiligen Impfstatus. Die dem Ergebnis zugrunde liegende Testung darf jedoch höchstens 24 Stunden vor dem Besuch vorgenommen worden sein. Schlussendlich soll es den Ländern überlassen bleiben, ob für die Besucher von Pflegeeinrichtungen die 2G-Regel gilt. Auch dies sei laut „Focus“-Informationen der Beschlussvorlage der Gesundheitsministerkonferenz zu entnehmen.

Die neue Beschlussvorlage der Gesundheitsministerkonferenz fällt in eine Zeit, in der die mögliche Ampelkoalition über das Ende der pandemischen Lage diskutiert. Führende Wissenschaftler blickten zuletzt aber bereits besorgt auf die Wintermonate. So warnte der Berliner Virologe Hendrik Streeck vor einem möglichen Klinik-Kollaps. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach befürwortete hingegen die Pläne der Ampel. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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