Kochsalzlösung statt Vakzin?

Impfskandal in Friesland: Über 10.000 Menschen betroffen – „das ist monströs“

Impfung gegen Corona
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Über 10.000 Menschen könnten in Friesland mit einer Kochsalz-Lösung geimpft worden sein. Das gaben die Behörden am Freitag, 13. August 2021, bekannt.

Der Impfskandal in Friesland schlägt weiter hohe Wellen: Mittlerweile könnten über 10.000 Menschen Kochsalzlösung statt Impfstoff gespritzt worden sein.

Jever – Eine Krankenschwester im Impfzentrum im Landkreis Friesland könnte mehr Menschen Kochsalz verabreicht haben, als bislang angenommen. Der Landkreis korrigierte die Zahl am Freitag, 13. August 2021, von zunächst 8557 auf 10.183. Die weiteren Verdachtsfälle seien bei einer eingehenderen Prüfung der Dienstzeiten der beschuldigten Krankenschwester bekannt geworden, erklärte Landrat Sven Ambrosy (SPD).

Deutscher Landkreis:Friesland
Fläche:608 km²
Bevölkerung:98.460 (2019)
Bundesland:Niedersachsen

Die Beschuldigte, die am Impfzentrum des Kreises arbeitete, hatte eingeräumt, im April sechs Spritzen überwiegend mit Kochsalzlösungen gefüllt zu haben. Ihr war beim Anmischen vorher ein Fläschchen mit Impfstoff heruntergefallen, was sie nach eigener Aussage vertuschen wollte. Dann widersprach ihr Anwalt am Donnerstag, 12. August 2021, den Angaben der Polizei, behauptete, dass seine Mandantin nun doch Impfstoff verspritzt hätte. Darüber hinaus soll die Beschuldigte auch ihren Impfpass gefälscht haben*.

Kochsalz-Skandal in Friesland: Betroffene sollen nachgeimpft werden

Am Dienstag hatten Landkreis und Polizei dann mitgeteilt, dass nach weiteren Zeugenaussagen nicht ausgeschlossen werden könne, dass die Frau bereits zuvor Spritzen mit Kochsalzlösungen aufgezogen habe. Um die möglicherweise fehlenden Impfungen nachzuholen, sollten daher alle Betroffenen nachgeimpft werden. Die Beschuldigte ließ über ihren Anwalt dagegen erklären, es handelte sich bei dem Fall im April um einen einmaligen Vorfall.

Von den Nachimpfungen ist den Angaben zufolge nun insgesamt etwa jeder zehnte Einwohner des Kreises betroffen. „Das ist natürlich etwas, was monströs ist“, sagte Ambrosy. Das Vertrauen sei beschädigt und werde Folgen für die Impfkampagne im Landkreis haben. „Wir werben aber trotzdem: Lassen Sie sich impfen.“ Wer nicht mehr im Impfzentrum in Friesland geimpft werden wolle, könne sich auch an Haus- und Betriebsärzte wenden. Am Freitag starteten die ersten Nachimpfungen.* kreiszeitung.de und hna.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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