Impfungen gegen Corona

Impfpass verloren? Diese Möglichkeiten gibt es

Seit dem 9. Mai gelten in Deutschland neue Freiheiten für Geimpfte. Doch was ist, wenn der Impfpass weg ist? 

Hannover - Spätestens wenn die Corona-Impfung ansteht, beginn die Suche nach dem kleinen, gelben Heft. Etwa die Hälfte aller Menschen in Deutschland weiß laut einer Umfrage des Digitalverbands Bitkom nicht, wo der Impfausweis ist. Gerade in Corona-Zeiten ist der Impfpass stark gefragt – und auch bei Fälschern besonders beliebt. Die Blanko-Hefte können sogar via Amazon bestellt werden*.

Im Impfpass werden alle Impfungen dokumentiert, die eine Person seit Ihrer Geburt erhalten hat. Sowohl Standard-Impfungen wie Tetanus und Diphterie als auch Immunisierungen gegen Gelbfieber oder Tollwut, die für Reisen in ferne Länder ratsam sind, sind im Impfpass vermerkt. Auch Impfungen gegen Grippe, Masern oder Covid-19 werden in dem gelben Heftchen festgehalten.

Etwa die Hälfte aller Deutschen weiß nicht, wo ihr Impfausweis ist. 

Seit dem 9. Mai haben geimpfte Personen wieder mehr Freiheiten. Die neue Landesverordnung in Niedersachsen regelt, welche Lockerungen für sie gelten. Auch, wenn sie ihren Impfpass nicht mehr finden? Wir erklären, was möglich ist, wenn der Impfpass unauffindbar ist.

Kann ich auch ohne Impfausweis gegen Covid-19 geimpft werden?
Ja, sie können auch geimpft werden, wenn Sie den Impfpass verloren oder zu Hause vergessen haben. Bei der Corona-Impfung wird in diesem Fall eine Impfbescheinigung ausgestellt. Auf diese sollten geimpfte Person allerdings gut aufpassen. Die Hausärztin oder der Hausarzt kann die Impfung dann zu einem späteren Zeitpunkt unkompliziert und kostenlos in den Impfpass eintragen. Dort kann auch ein neuer Impfpass ausgestellt werden.
Was ist, wenn ich meinen Impfausweis verloren habe?
Wenn Sie ihren Impfpass verloren haben, sollten Sie bei ihrer Hausärztin oder ihrem Hausarzt schnellstmöglich einen neuen beantragen. Die Impfungen werden nachgetragen. Kompliziert könnte es dann für Personen werden, die in der Vergangenheit öfter den Arzt oder die Ärztin gewechselt haben.
Woher weiß ich, welche Impfungen ich schon bekommen habe?
Manche Ärztinnen und Ärzte halten die Impfdaten ihrer Patienten in einer Impfsoftware fest – so haben auch andere Praxen Zugriff darauf. Wenn das nicht der Fall ist, muss jede Ärztin oder jeder Arzt einzeln kontaktiert werden. Diese sind verpflichtet, Unterlagen über Untersuchungen und Impfungen mindestens zehn Jahre aufzubewahren.
Impfpass unauffindbar: Nachimpfen oder Antikörper bestimmen? 
Mediziner raten deshalb zum Nachimpfen, wenn der Impfpass nicht mehr auffindbar ist. „Nur dokumentierte Impfungen gelten als durchgeführt“, heißt es seitens des Robert Koch-Instituts (RKI). Bei den Standardimpfungen übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Kosten fürs Nachimpfen, was nicht bedenklich ist.
In Ausnahmefällen können Antikörper durch einen Bluttest bestimmt werden. Der Nachteil: Sie wissen dann zwar, ob ein Schutz besteht, aber nicht, wie lange dieser noch anhält.
Welche Impfungen sind wichtig?
Einen guten Überblick über alle wichtigen Impfungen gibt es bei der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert-Koch-Instituts. Manche Impfungen werden nur alle zehn Jahre aufgefrischt.
Wann kommt der elektronische Impfpass?
Künftig soll ein digitaler Impfausweis dafür sorgen, dass wichtige Impfdaten mobil zur Verfügung stehen. Ab Juni soll die Smartphone-App zum Einsatz kommen.

* kreiszeitung.de und wa.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

(Artikel aktualisiert am 04. Juni um 16:32)

Rubriklistenbild: © Jonas Güttler/ dpa

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