Was passiert mit den Impfdosen?

Corona-Impfungen: Jeder fünfte Niedersachse verzichtet auf Astrazeneca

Ein Fünftel der niedersächsischen Bevölkerung hat eine erste Impfdosis erhalten. Doch der Impfstoff von Astrazeneca wird dabei immer wieder abgelehnt.

Niedersachsen - In Niedersachsen haben laut Robert Koch-Institut mindestens 1,5 Millionen Menschen ihre erste Impfung gegen das Coronavirus bekommen. Das entspricht einer Impfquote von rund 20 Prozent. „In jedem fünften Fall nehmen Menschen von einer Impfung mit AstraZeneca Abstand“, sagte Krisenstabsleiter Heiger Scholz.

Dennoch gehe die Landesregierung davon aus, dass die Dosen zum Impfen dennoch Verwendung finden würden. Dabei machte Scholz erneut darauf aufmerksam, dass eine Infektion mit dem Coronavirus gefährlicher sei als eine Impfung dagegen.

Corona in Niedersachsen: 350.000 Menschen warten auf eine Impfung

In Niedersachsen stehen aktuell rund 350 000 Menschen auf der Warteliste für eine Corona-Impfung. 

Derzeit können sich Angehörige der Prioritätsgruppen 1 und 2 impfen lassen. Dies sind über 70-Jährige, bestimmte Berufsgruppen sowie Menschen mit bestimmten schweren Erkrankungen. Am 26. April startet in Niedersachsen die Terminvergabe für alle über 60-Jährigen.

Corona-Impfungen: Kassenärztliche Bundesvereinigung kritisiert Impfstoff-Verteilung

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, kritisierte erst vor wenigen Tagen, dass die Hausärzte nun weniger Biontech-Impfstoff als zu Beginn und dafür auch Astrazeneca bekommen. Die Impfkampagne werde so massiv ins Stocken geraten, sagte er. „Das darf nicht passieren!“ Ein Sprecher von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wies Gassens Behauptung zurück, dass die Impfstoff-Lieferungen an die Arztpraxen halbiert würden.

In jedem fünften Fall lehnen Niedersachsen eine Impfung mit dem Mittel von Astrazeneca ab.

Zwei Optionen nach Astrazeneca-Erstimpfung

Die Gesundheitsminister der Länder beschlossen im Einklang mit der Ständigen Impfkommission, dass es für Menschen unter 60 mit einer Astrazeneca-Erstimpfung nun zwei Optionen gibt: Zweitimpfung mit Biontech/Pfizer oder Moderna oder Zweitimpfung mit Astrazeneca. Voraussetzung für die zweite Option ist die gemeinsame Entscheidung mit dem Arzt nach ärztlichem Ermessen, Risikoanalyse und Aufklärung.

Gleiches gilt für Personen unter 60 aus den Vorranggruppen 1 und 2 der Impfpriorisierung. Ansonsten soll Astrazeneca für Menschen über 60 zum Einsatz kommen. Beschlossen wurde, dass die Länder auch die 60- bis 69-Jährigen für diesen Impfstoff mit in ihre Impfkampagne einbeziehen können. So könne „diese besonders gefährdete und zahlenmäßig große Altersgruppe angesichts der wachsenden dritten Welle nun schneller“ geimpft werden. (Mit Material der dpa)

Rubriklistenbild: © dpa/Matthias Bein

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