Impfstoff von AstraZeneca kommt zum Einsatz

Corona-Impfungen: Ab Montag Terminvergabe für über 60-Jährige

Ab dem 26. April können alle Niedersächsinnen und Niedersachsen über 60 einen Impftermin bekommen. Telefonisch oder online ist es dann möglich, sich anzumelden.

Update vom 25. April: Nach dem Impfwochenende am 24. und 25. April geht die Impfkampagne in Niedersachsen in die nächste Runde. Ab dem 26. April dürfen sich alle Menschen über 60 auf die Warteliste für eine Corona-Impfung setzen lassen.

Nach Angaben des niedersächsischen Gesundheitsministeriums können Termine über die Seite www.impfportal-niedersachsen.de oder bei der Impfhotline des Landes unter 0800 9988665 vereinbart werden.

In den vergangenen Tagen hat Niedersachsen eine „Terminbörse“ angekündigt. Im Online-Impfportal des Landes stehen wieder kurzfristig frei gewordene Impftermine zur sofortigen Buchung für Impfberechtigte zur Verfügung. Das Angebot richtet sich an alle impfberechtigten Menschen aus den Prioritätsgruppen 1 und 2.

Ursprüngliche Meldung vom 22. April: Hannover - Ältere Menschen in Niedersachsen dürfen sich freuen: Wer über 60 Jahre alt ist, kann sich laut Gesundheitsministerium ab dem 26. April auf die Warteliste für eine Corona-Impfung mit dem Astrazeneca Impfstoff setzen lassen. Das teilte das Gesundheitsministerium am Samstag in Hannover mit.

Niedersachsen: Impf-Terminvergabe für Menschen ab 60 Jahren soll Ende April starten

„Nach dem Impfwochenende am 24. und 25. April werden wir einen Großteil der Personen, die älter sind als 70 Jahre und sich impfen lassen möchten, mindestens einmal geimpft oder mit Impfterminen versorgt haben“, sagte Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Zudem würden in nächster Zeit weitere Lieferungen des Impfstoffes von AstraZeneca erwartet, die für die über 60-Jährigen vorgesehen sind.

BehördeMinisterium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung
LandNiedersachsen
MinisterinDaniela Behrens
Gründung11. Juni 1947

Die Gesundheitsministerin wies in einer Mitteilung auf die Empfehlung der ständigen Impfkommission (Stiko) für Impfungen mit dem Astrazeneca-Mittel in dieser Altersgruppe hin. „Dieser Impfstoff schützt ausgesprochen wirksam vor einer Covid-Infektion und schweren Krankheitsverläufen“, sagte Behrens. Das Risiko für schwere Nebenwirkungen in Folge einer Impfung sei in dieser Altersgruppe verschwindend gering - insbesondere im Vergleich zum deutlich erhöhten Risiko einer schweren Covid-Erkrankung bei Älteren.

41 Prozent aller über 60-Jährigen in Niedersachsen bereits geimpft

In den niedersächsischen Impfzentren werden derzeit Angehörige der Prioritätsgruppen 1 und 2 geimpft, also unter anderem viele über 70-Jährige sowie Menschen mit bestimmten schweren chronischen Erkrankungen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums haben mittlerweile aber schon mehr als 41 Prozent aller über 60-Jährigen in Niedersachsen eine Corona-Impfung erhalten, da sie zu den Prioritätsgruppen 1 und 2 gehören - also entweder 70 Jahre oder älter sind oder etwa einen medizinischen Grund haben.

Schon bald könnten alle über 60-Jährigen geimpft sein.

„Wir können die Priorisierung hoffentlich schon bald nach und nach aufheben, Stand heute sind wir aber noch nicht so weit“, sagte Behrens. Solang der Impfstoff knapp sei*, müssten die besonders gefährdeten Personengruppen vorrangig geimpft werden. Die Ministerin bat daher auch diejenigen, die älter als 70 Jahre sind, und bislang noch keine Impfung erhalten haben, sich zeitnah anzumelden.

Niedersachsen: Impfwochenende für über 70-Jährige Ende April

Gesundheitsministerin Daniela Behrens erklärt: „Die pandemische Lage ist nach wie vor herausfordernd, auch in Niedersachsen. Die Impfungen gegen das Virus sind der Weg aus der Pandemie. Es gilt daher, mit vereinten Kräften dafür zu sorgen, dass die Impfkampagne vorangebracht und noch weiter beschleunigt wird.“ Stand jetzt werden in Niedersachsen etwa 216.000 Dosen Impfstoff pro Woche allein in den Impfzentren verimpft. Angepeilt werde in den nächsten Wochen eine Quote von etwa 35.000 Impfungen pro Tag. In den vergangenen 3 Monaten seien es insgesamt knapp 1,8 Millionen Impfungen für rund 1,3 Millionen Niedersächsinnen und Niedersachsen gewesen.

Wer über 60 Jahre ist, kommt für eine Impfung mit Astrazeneca infrage.

„Um insbesondere mit dem Impfstoff von AstraZeneca noch mehr Menschen als bisher zu erreichen und den Schutz für die besonders gefährdeten Personen in Niedersachsen weiter zu erhöhen, haben wir beschlossen, dass die Impfzentren am 24. und 25. April ein landesweites Impfwochenende einplanen werden, an dem bis zu 70.000 Impfungen durchgeführt werden sollen“, kündigt Gesundheitsministerin Behrens an.

An diesen beiden Tagen solle in allen Impfzentren vordringlich Personen geimpft werden, die derzeit noch auf der Warteliste für eine Impfung stehen und älter sind als 70 Jahre. „Gerade in dieser Altersgruppe ist die Gefahr einer schweren Erkrankung besonders hoch und es besteht für diese Menschen die klare Empfehlung, sich mit dem hochwirksamen Impfstoff von AstraZeneca impfen zu lassen. Ich appelliere deshalb an alle, die ein entsprechendes Impfangebot erhalten, dieses auch wahrzunehmen“, so Behrens.

Kanzlerin Merkel mit AstraZeneca geimpft

Auch die Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich am Freitag ebenfalls mit dem Astrazeneca-Impfstoff impfen lassen. „Ich freue mich, dass ich heute die Erstimpfung mit AstraZeneca bekommen habe“, teilte Merkel über den Twitter-Account ihres Sprechers Steffen Seibert mit. Sie fügte hinzu: „Ich danke allen, die sich in der Impfkampagne engagieren - und allen, die sich impfen lassen. Das Impfen ist der Schlüssel, um die Pandemie zu überwinden.“ Die Kanzlerin ist 66 Jahre alt und fällt damit in die Gruppe jener, die in Deutschland für AstraZeneca-Impfungen infrage kommen.

Neuer Name für Astrazeneca-Impfstoff

Jedoch werde der Impfstoff von Astrazeneca ab sofort unter einem neuen Namen verkauft. Das britisch-schwedische Pharmaunternehmen vermarktet sein Präparat in der EU künftig unter dem Namen Vaxzevria. Das teilte der Pharmahersteller am Mittwoch mit. Der neue Name sei von der Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) genehmigt worden. Bislang ist das Präparat unter dem Namen Covid-19 Vaccine Astrazeneca bekannt. „Die Umstellung auf einen dauerhaften Markennamen ist üblich und wurde seit vielen Monaten geplant“, so die Mitteilung. * kreiszeitung.de und 24hamburg.de sind ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa

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