Wolfsburg und Hannover an der Spitze

Immobilien werden deutlich teurer

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Eingerüstete Häuser in Altwarmbüchen

Hannover - Die Niedersachsen haben im vergangenen Jahr erneut deutlich mehr Geld für Wohneigentum ausgegeben. Allerdings habe sich der Anstieg des Investitionsvolumens 2016 im Vergleich zum Vorjahr mehr als halbiert, sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Montag in Hannover.

Insgesamt wurden 18,4 Milliarden Euro in den Kauf von Immobilien investiert, das war ein Plus von 6 Prozent nach 14 Prozent ein Jahr zuvor. In städtischen Gebieten stiegen die Preise seit 2010 im Mittel um jährlich 9 Prozent, auf dem Land immerhin um jährlich 5 Prozent.

Geringer Anstieg auf dem Land

Spitzenreiter bei den Preissteigerungen bei gebrauchten Eigenheimen war Wolfsburg mit einem Anstieg um 10 Prozent pro Jahr seit 2010. Bei den Eigentumswohnungen war Hannover mit einem jährlichen Preis-Plus von 8,8 Prozent Spitzenreiter. Am schwächsten stiegen die Preise in ländlichen Gebieten im südlichen Niedersachsen, dort betrug der Anstieg 3,8 Prozent.

Im Mittel mussten im vergangenen Jahr für freistehende Ein- und Zweifamilienhäuser in Hannover rund 405.000 Euro bezahlt werden, in Wolfsburg waren es 310.000 Euro, in Holzminden dagegen rund 88.000 Euro. Die Gefahr einer Immobilienblase sehe er nicht, sagte Pistorius bei der Vorlage des aktuellen Landesgrundstücksmarktberichts. „Das Eigenheim oder die eigene Wohnung sind nach wie vor eine gute Geldanlage.“

Auch Ackerflächen werden teurer

Angetrieben werde dieser Trend von den anhaltend niedrigen Zinsen - das starke Interesse an Immobilieninvestitionen wiederum führe zu steigenden Preisen. Dennoch: „Menschen, denen es in Zeiten höherer Zinsen nicht möglich war, Immobilien zu erwerben, haben jetzt in das Eigenheim oder die eigene Wohnung investiert.“ Die Zahl der Immobilienverkäufe sinkt aber leicht - von 109.500 Transaktionen im Jahr 2015 auf zuletzt 108.400.

Vom Preisauftrieb sind im Agrarland Niedersachsen auch die Ackerflächen betroffen - etwa in den Landkreisen Cloppenburg, Vechta und im Emsland. Seit 2010 stiegen demnach die Preise für Ackerland im Mittel um 13 Prozent pro Jahr, bei Grünland waren es 9 Prozent. Am teuersten waren Äcker in Cloppenburg mit 11 Euro je Quadratmeter, am günstigsten in Staufenberg im Landkreis Göttingen mit 1,15 Euro.

Auch die Preise für Wohngrundstücke ziehen landesweit pro Jahr um 2,5 Prozent an. Dabei gibt es allerdings starke regionale Unterschiede: In Oldenburg legten die Preise für Bauplätze seit 2010 jährlich um zehn Prozent zu, im Landkreis Hildesheim dagegen fielen die Preise sogar.

dpa

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