Weidetierhaltung

Immer mehr Wolfsübergriffe: Länder wollen Schafprämie einführen

Schafe stehen und liegen im Stroh.
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Die Länder wollen die Schafsprämie schon 2022 anstatt 2023 einführen.

Die Bundesländer wollen ab 2022 eine Beihilfe für die Weidetierhaltung einführen. Hintergrund sind unter anderem zunehmende Wolfsübergriffe.

Berlin – Der Bundesrat hat den Weg für die Einführung einer Weidetierhaltungsprämie freigemacht. Geht es nach dem Willen der Länder, soll die Sonderzahlung für Mutterschafe, -ziegen und -kühe bereits im Jahr 2022 eingeführt werden und nicht wie ursprünglich im Bundesgesetzentwurf geplant erst 2023. Die Entscheidung fiel auch aufgrund der zunehmenden Wolfsübergriffe.

Verfassungsorgan:Bundesrat
Gründung:23. Mai 1949
Hauptsitz:Berlin
Vorsitzender:Reiner Haseloff (Ministerpräsident Sachsen-Anhalt)

Noch Anfang Mai hatte der Bundesrat eine Entscheidung über eine frühere Einführung vertagt, nun kommt die Rolle rückwärts. Doch die Zeit drängt: Bis zum 1. August 2021 muss die Bundesregierung nun nach dem Bundesratsbeschluss die Gesetzesänderung nach Brüssel melden. Denkbar knapp, geht man aber nach den Bundesländern soll dies zu schaffen sein.

Länder wollen Schafprämie einführen: Züchterverbände begrüßen Forderung der Länderkammer

Großen Zuspruch bekam die Forderung des Bundesrates durch die Vereinigung Deutscher Landesschafzuchtverbände (VDL) und der Bundesverband Deutscher Ziegenzüchter (BDZ). Da die bei den vormaligen Vorstößen des Bundesrates geltend gemachten Hindernisse nicht mehr bestünden, sollte eine Einführung von der Bundesregierung nicht mehr verweigert werden, erklärten die Verbände. Sie verwiesen auf die niedrige Entlohnung von Schaf- und Ziegenhalter sowie die erbrachten gesellschaftlichen Leistungen, beispielsweise beim Küstenschutz.

Aber auch vor dem Hintergrund, dass immer mehr Weidetiere dem Wolf durch Risse zum Opfer fallen, wird die Vorziehung des Gesetzesvorhabens begrüßt. Erst Mitte hatten Jäger und Landwirte innerhalb von vier Tagen drei Wolfsrisse bemerkt. Vor wenigen Tagen fiel eine 800 Kilogramm schwere Kuh in Wippingen (Emsland) Wölfen zum Opfer. Nun wollen dort einige Bürger mit einer Unterschriftensammlung den Abschuss der Wölfe beantragen.

Länder wollen Schafprämie einführen: 30 Euro pro Mutterschaf und Ziege, 60 Euro für eine Mutterkuh

Hier folgt die Bundesregierung den Länderagrarministern und veranschlagt dafür nun zwei Prozent der Direktzahlungen. Mutterkuhalter, Schaf- und Ziegenhalter sollen danach eine Prämie pro Tier in Höhe von 30 Euro pro Mutterschaf und Ziege sowie 60 Euro für eine Mutterkuh erhalten. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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