Homeoffice vorbei

Homeoffice-Pflicht fällt: Ab 1. Juli gelten neue Corona-Regeln im Büro

Die Corona-Regeln am Arbeitsplatz werden ab 1. Juli gelockert und die Homeoffice-Pflicht endet. Bis zum 10. September gilt eine neue Verordnung.

Berlin – Die Inzidenzen sind seit vielen Tagen auf einem niedrigen Niveau. Bis zum 30. Juli galt die alte Corona-Arbeitsschutzverordnung für Unternehmen und deren Beschäftigte. Ein großer Baustein war die Homeoffice-Pflicht. Dies fällt nun weg. Allerdings können Arbeitgeber ihren Beschäftigten freiwillig das Arbeiten im Homeoffice ermöglichen. Die neue Verordnung gilt erste einmal bis zum 10. September. Des Weiteren soll sie eine flexiblere Anpassung an das Infektionsgeschehen ermöglichen.

Was bleibt, sind die zwei Tests pro Woche für Beschäftigte, die Unternehmen weiterhin anbieten müssen. Dies gilt für Personen, die nicht von zu Hause aus arbeiten können, wofür sich 50 Prozent der Niedersachsen in einer Umfrage für das Homeoffice ausgesprochen haben. Allerdings ist dies laut neuer Corona-Arbeitsschutzverordnung nicht mehr erforderlich, wenn Arbeitgeber „durch andere geeignete Schutzmaßnahmen einen gleichwertigen Schutz der Beschäftigten“ sicherstellen oder nachweisen können, zum Beispiel wenn diese vollständig geimpft sind.

Laut der neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung müssen Unternehmen ihren Beschäftigten keine Corona-Tests mehr anbieten, wenn diese vollständig geimpft sind.

Die Beschäftigten sind weiterhin nicht verpflichtet, die Testangebote wahrzunehmen sowie dem Arbeitgeber Auskunft über ihren Impf- oder Genesungsstatus zu geben.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) sagte zur neuen Corona-Arbeitsschutzverordnung: „Die jetzt vorgenommenen Anpassungen der Corona-Arbeitsschutzverordnungen ermöglichen es, die betrieblichen Infektionsschutzmaßnahmen an die erfreulich gesunkenen Infektionszahlen anzupassen. Auch die zunehmende Impfquote der Beschäftigten kann künftig berücksichtigt werden. Damit schaffen wir bundesweit Sicherheit, Verlässlichkeit und Planbarkeit für Beschäftigte und Arbeitgeber.“

Corona-Regeln ab 1. Juli: Hygienepläne bleiben aktiv

Arbeitgeber sind demnach aber weiterhin angehalten, „die gleichzeitige Nutzung von Räumen durch mehrere Personen auf das betriebsnotwendige Minimum zu reduzieren“. Die betrieblichen Hygienepläne bleiben aktiv und auch weiterhin müssen Infektionsschutzmaßnahmen ergriffen werden, durch Trennwände und Abstandsregeln. Wo das nicht möglich ist, müssen entsprechende Masken beispielsweise FFP2 zur Verfügung gestellt werden. Das Minimum sind medizinische Gesichtsmasken.

Weitere Lockerung: Die Mindestfläche von zehn Quadratmetern für jede im Raum befindliche Person entfällt. Trotzdem sollen auch weiterhin feste betriebliche Gruppen nur zusammen arbeiten.

Das Testangebot kann bei vollständig geimpften oder genesenen Personen allerdings auch entfallen, da der Infektionsschutz auch durch Impfung und Genesung gegeben ist. Theoretisch können alle also alle wieder zur Arbeit. Allerdings gelten die Regeln zum Infektionsschutz auch während der Pausenzeiten. Völlig unklar ist noch, ob ein Chef ungeimpften Personen den Zutritt verweigern darf.

Rubriklistenbild: © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Meistgelesene Artikel

Weil Rechnungen nicht bezahlt wurden: Bauleiter zerlegt Neubau

Weil Rechnungen nicht bezahlt wurden: Bauleiter zerlegt Neubau

Weil Rechnungen nicht bezahlt wurden: Bauleiter zerlegt Neubau
Zutritt verboten: Hausarzt will keine Impfgegner behandeln

Zutritt verboten: Hausarzt will keine Impfgegner behandeln

Zutritt verboten: Hausarzt will keine Impfgegner behandeln
Corona-Tests werden kostenpflichtig – bald bis zu 30 Euro für einen Test?

Corona-Tests werden kostenpflichtig – bald bis zu 30 Euro für einen Test?

Corona-Tests werden kostenpflichtig – bald bis zu 30 Euro für einen Test?
Tiny-House-Siedlung in Hannover: Miete so teuer wie eine Luxus-Immobilie

Tiny-House-Siedlung in Hannover: Miete so teuer wie eine Luxus-Immobilie

Tiny-House-Siedlung in Hannover: Miete so teuer wie eine Luxus-Immobilie

Kommentare