Arbeitsunfälle

Amazon verlängert Pausen für Mitarbeiter nach Bericht über hohe Unfallquote

Mitarbeiter von Amazon leben einem Bericht zufolge gefährlicher als Arbeiter von vergleichbaren Unternehmen. Nun kündigte der Konzern Änderungen an.

Hannover - Der Onlinehändler Amazon steht seit Jahren immer wieder in der Kritik. Aus einem Bericht der Washington Post geht nun hervor, dass der prozentuale Anteil an Arbeitsunfällen bei Amazon deutlich höher sei als in vergleichbaren Unternehmen.

Auf 100 Mitarbeiter bei voller Arbeitszeit pro Jahr kommen demnach 5,9 schwere Arbeitsunfälle. Zum Vergleich: Beim amerikanischen Konkurrenten Walmart seien es nur 2,5 schwere Arbeitsunfälle auf 100 Mitarbeiter.

Nun hat das Unternehmen auf die Kritik reagiert. Die Mitarbeiter bekämen mehr Zeit für Pausen, kündigte der Online-Händler an.

Unternehmen:Amazon
Gründer:Jeff Bezos
Mitarbeiter:1.298.000
Umsatz:386 Milliarden US-Dollar

Amazon ändert Arbeitsbedingungen: Arbeiter „häufiger und schwerer verletzt“ als in anderen Unternehmen

 „Arbeiter an Amazon-Standorten werden häufiger und schwerer verletzt als in den Lagerhäusern anderer Unternehmen“, heißt es in einem zuvor veröffentlichten Bericht einer Koalition von Gewerkschaften - dem sogenannten Strategic Organizing Center.

Die Arbeitsbedingungen bei Amazon werden von vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern stark kritisiert.

Im Bericht der Koalition heißt es weiter: „Diese Rate ist fast 80 Prozent höher als bei allen anderen Arbeitgebern mit Lagerhallen im Jahr 2020“. Viele Mitarbeiter greifen ihren Arbeitgeber stark an. So würde das Unternehmen beispielsweise unnötigen Stress verursachen, in dem den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern nicht genügend Zeit für einen Toiletten-Gang einräumt.

Ein Grund dafür sei unter anderem das sogenannte Time-off-task-System. Mithilfe von Algorithmen überprüft das Unternehmen die Produktivität bei den Mitarbeitern. Dabei werde das Verpacken, Sortieren und Bewegen von Paketen überwacht. * Kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Uli Deck/dpa

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