Fragwürdig hohe Bezahlung

Suspendierung und weitere Ermittlungen in Rathausaffäre in Hannover

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Neues Rathaus in Hannover

Hannover - In der Affäre um mögliche Günstlingswirtschaft im Rathaus in Hannover dauert der Schlagabtausch an. Während die Suspendierung von Kulturdezernent Harald Härke näher rückt, habe die Kommunalaufsicht des Innenministeriums im Fall eines weiteren Spitzenbeamten Aufklärung über dessen Bezüge erbeten, teilte das Innenministerium am Donnerstag mit.

Zuvor hatte es Hinweise auf möglicherweise unzulässige Gehaltszuschläge für den Büroleiter von Oberbürgermeister Stefan Schostok (SPD) gegeben. Daraufhin hatte vor wenigen Tagen die Kommunalaufsicht von der Landeshauptstadt einen Bericht angefordert.

Auslöser der Affäre war im vergangenen Herbst der Versuch von Kulturdezernent Harald Härke, seiner Lebensgefährtin einen Job zuzuschanzen. Nach dem zunächst erfolglosen Versuch von Schostok, Härke rauszuwerfen, wurden Informationen über das Gehaltsplus für Schostoks Büroleiter in politischen Kreisen gestreut. Dahinter könne Härke stecken, lautet der Verdacht. Härke wurde wegen des Verdachts des Geheimnisverrates angezeigt. Außerdem wurde Härke vor einigen Tagen die Suspendierung zugestellt, bis zu diesem Freitag kann er dazu Stellung nehmen, sagte ein Stadtsprecher am Donnerstag. Auf der Sitzung des Verwaltungsausschusses am 7. Juni solle die Suspendierung dann beschlossen werden.

Wie die „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ berichtete, gibt es möglicherweise weitere Fälle fragwürdig hoher Bezahlung im Rathaus, zumindest aber den weiteren Fall, der nun die Kommunalaufsicht auf den Plan gerufen hat. Ein Stadtsprecher sagte der Zeitung am Donnerstag: „Es werden interne Ermittlungen geführt.“

dpa

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