Extreme Wetterereignisse nehmen zu

Niedersachsen wappnet sich gegen Unwetter

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In Dangast wird die seeseitige Ufermauer und Fußspundwand im Nordseebad Dangast in zwei Bauabschnitten grundinstandgesetzt.

Norden - Hühnereigroße Hagelkörner und sintflutartige Regenfälle: Mit dem Klimawandel steht das Küstenland Niedersachsen vor extremen Wetterereignissen. Dabei wird der Schutz der Bevölkerung durch frühzeitige Information immer wichtiger.

Für diese Aufgabe sei Niedersachsen gut aufgestellt, sagte Umwelt-Staatssekretärin Almut Kottwitz am Donnerstag beim Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im ostfriesischen Norden. So würden mögliche Auswirkungen des Klimawandels auf die Wasserwirtschaft im Binnenland wissenschaftlich analysiert. Erste Ergebnisse zeigten, dass regional mit mehr Starkregen zu rechnen sei.

In Hildesheim informiert etwa die Hochwasservorhersagezentrale über Lageberichte und Wasserstandsvorhersagen. Weitere Angaben fließen auch über eine Pegel-App des NLWKN für Smartphones und über eine Internet-Seite beim Sturmflutwarndienst.

Wie wichtig derartige Alarmsysteme sind, zeigen nach Angaben von Kottwitz die Unwetter von Anfang Juni im Bundesgebiet. Sie hatten mit heftigen Regenfällen zu massiven Problemen in einigen Regionen geführt. So hatte eine kleine, aber extreme Gewitterzelle die Stadt Damme (Kreis Vechta) mit 70 Litern pro Quadratmeter innerhalb von nur 20 Minuten fast vollständig unter Wasser gesetzt.

Hochwasserschutz muss neu gedacht werden

Mit Blick auf den Klimawandel müsse der Hochwasserschutz im Binnenbereich Niedersachsens neu gedacht werden, sagte die neue NLWKN-Direktorin Anne Rickmeyer bei der Vorstellung des Jahresberichts 2015. Das Land werde allein für diesen Bereich 2016 bis zu 22 Millionen Euro ausgeben.

Für den Küstenschutz rechnen Umweltministerium und NLWKN mit rund 62 Millionen Euro. 125 Vorhaben werden gefördert. Der Bedarf ist jedoch ungleich höher: 200 Küstenschutzprojekte mit einem Finanzierungsbedarf von fast 400 Millionen Euro stehen noch auf der Warteliste.

Besonders im Blick haben Wissenschaftler den möglichen Anstieg des Meeresspiegels. Für den Nordseebereich sind die Folgen nicht genau bekannt, Pegelaufzeichnungen zeigen bisher keine Auffälligkeiten. Dennoch werden Küstenschutzdeiche künftig um zusätzliche 25 Zentimeter und um eine weitere Sicherheitsreserve von ebenfalls 25 Zentimetern erhöht.

dpa

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