Körperverletzung mit sexueller Motivation

Schläge auf Brust, Po oder Beine: Ermittlungen gegen Uniprofessor

Mit Schlägen auf verschiedene Körperteile hat ein Professor der Uni Göttingen offenbar jahrelang Mitarbeiterinnen belästigt. Nun wird gegen den Mann ermittelt.

Göttingen - Ein Hochschulprofessor der Universität Göttingen soll jahrelang Mitarbeiterinnen sexuell belästigt haben. Die Staatsanwaltschaft Göttingen ermittle gegen den Wissenschaftler wegen Körperverletzung mit sexueller Motivation, sagte ein Sprecher am Donnerstag. Gegen den Mann seien zahlreiche Vorwürfe erhoben worden. So soll er Mitarbeiterinnen auf Brust, Gesäß oder Beine geschlagen haben. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe hatte die Universität dem Professor die Führung seiner Dienstgeschäfte verboten und ihm Hausverbot erteilt.

Unabhängig von den noch laufenden strafrechtlichen Ermittlungen strebt die Hochschule die Entfernung des Wissenschaftlers aus dem Beamtenverhältnis an. Dies solle durch eine sogenannte Disziplinarklage vor dem Verwaltungsgericht Göttingen erreicht werden, sagte eine Gerichtssprecherin. Am ersten Verhandlungstag in dieser Woche sei das Gericht allerdings noch nicht in die Prüfung des Sachverhalts eingestiegen. Weil die falsche Stelle der Universität die Klage eingereicht habe, sei der Fall vorerst nicht zur Verhandlung zugelassen worden. Die Hochschule wollte sich wegen des laufenden Verfahrens nicht äußern. Über das Gerichtsverfahren hatten am Donnerstag mehrere Medien im Internet berichtet.

Inhaltlich gehe es bei der Disziplinarklage um das Verhalten des Professors gegenüber Mitarbeiterinnen, sagte die Gerichtssprecherin. Die Universität werte die Fälle als sexuelle Belästigung. Der Wissenschaftler sehe dies anders. Er habe lediglich eingeräumt, dass er nicht die erforderliche professionelle Distanz gewahrt habe.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa-tmn

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Angriff auf Tel Aviv - Hamas-Leute im Fadenkreuz Israels

Angriff auf Tel Aviv - Hamas-Leute im Fadenkreuz Israels

Israel greift Hamas-Tunnel an - Feuerpause nicht in Sicht

Israel greift Hamas-Tunnel an - Feuerpause nicht in Sicht

Bundesregierung: „Antisemitische Kundgebungen nicht dulden“

Bundesregierung: „Antisemitische Kundgebungen nicht dulden“

Rund 1750 Raketenabschüsse auf Israel - Viele Tote in Gaza

Rund 1750 Raketenabschüsse auf Israel - Viele Tote in Gaza

Meistgelesene Artikel

Urlaub in Niedersachsen wieder möglich – Regeln im Überblick

Urlaub in Niedersachsen wieder möglich – Regeln im Überblick

Urlaub in Niedersachsen wieder möglich – Regeln im Überblick
Neue Corona-Regeln: Das gilt in Niedersachsen

Neue Corona-Regeln: Das gilt in Niedersachsen

Neue Corona-Regeln: Das gilt in Niedersachsen
Neue Corona-Regeln: Muss ich mich beim Friseur testen lassen?

Neue Corona-Regeln: Muss ich mich beim Friseur testen lassen?

Neue Corona-Regeln: Muss ich mich beim Friseur testen lassen?
Neuer Corona-Öffnungsfahrplan: Diese Lockerungen kommen in Niedersachsen

Neuer Corona-Öffnungsfahrplan: Diese Lockerungen kommen in Niedersachsen

Neuer Corona-Öffnungsfahrplan: Diese Lockerungen kommen in Niedersachsen

Kommentare