Verbot rechtskräftig

Hildesheimer Islamisten-Zentrum ist endgültig Geschichte

Hildesheim - Das Verbot des "Deutschsprachigen Islamkreises Hildesheim" (DIK) ist nach Ablauf der Klagefrist rechtskräftig - er gilt somit als aufgelöst.

"Dieser Verein war ein wichtiger Kristallisationspunkt in der niedersächsischen und deutschen Islamistenszene", sagte Innenminister Boris Pistorius (SPD) am Mittwoch. Der DIK habe als Rekrutierungszentrum der Terrormiliz Islamischer Staat gedient. Die Sicherstellung zahlreicher digitaler Speichermedien hätten den Verdacht gegen den Verein bestätigt.

Auch der Attentäter vom Berliner Weihnachtsmarkt, Anis Amri, hatte sich dort im Februar 2016 aufgehalten. Der Ende 2016 inhaftierte Hassprediger Abu Walaa, der als salafistischer Chefideologe und mutmaßlicher Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat in Deutschland gilt, war ebenfalls in der DIK-Moschee in Hildesheim. Nach Exerzitien mit ihm waren Teilnehmer in die IS-Kampfgebiete aufgebrochen. Die Behörden hatten den Islamkreis am 14. März offiziell verboten - danach hatten die Betroffenen einen Monat Zeit, Rechtsmittel dagegen einzulegen. Diese Frist lief nun ab.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

Das könnte Sie auch interessieren

Mantel-Parade und Comic-Art bei Prada

Mantel-Parade und Comic-Art bei Prada

Kuchen essen und Katzen kraulen: Zu Besuch im Katzencafé

Kuchen essen und Katzen kraulen: Zu Besuch im Katzencafé

Wellness-Urlaub mit Naturheilmitteln

Wellness-Urlaub mit Naturheilmitteln

Autohersteller bieten immer mehr Individualisierung

Autohersteller bieten immer mehr Individualisierung

Meistgelesene Artikel

Kapitän bei Schiffsunfall an Schleuse Uelzen tödlich verletzt

Kapitän bei Schiffsunfall an Schleuse Uelzen tödlich verletzt

Kreuzfahrtschiff „World Dream“ auf dem Weg zur Nordsee

Kreuzfahrtschiff „World Dream“ auf dem Weg zur Nordsee

Von der Unsitte, ohne echte Not die 112 zu wählen

Von der Unsitte, ohne echte Not die 112 zu wählen

„Watt en Schlick“ mit „Helga!“-Festival-Award ausgezeichnet

„Watt en Schlick“ mit „Helga!“-Festival-Award ausgezeichnet

Kommentare