Nach elfeinhalb Jahren an der Spitze

Hildesheimer Bischof Trelle festlich verabschiedet - Nachfolge offen

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Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle ist offiziell verabschiedet worden.

Hildesheim - Nach über elf Jahren an der Spitze des Bistums Hildesheim ist Bischof Trelle altersbedingt aus dem Amt geschieden. Mitbrüder attestierten ihm einen großen theologischen Ernst und zugleich eine heitere rheinische Gelassenheit.

Der Hildesheimer Bischof Norbert Trelle ist am Samstag feierlich aus dem Amt verabschiedet worden. In einem Festgottesdienst im Dom verkündete der Apostolische Nuntius, Erzbischof Nikola Eterovic, dass Papst Franziskus den Rücktritt Trelles vom Bischofsamt angenommen hat. Wie es das Kirchenrecht vorsieht, hatte Trelle mit Erreichen des 75. Lebensjahrs Anfang der Woche seinen Rücktritt eingereicht. 

Trelles Nachfolge ist noch nicht geklärt. Oft gibt es eine mehrmonatige Vakanz, bis über den Nachfolger entschieden ist und dieser sein Amt antritt. Weihbischof Nikolaus Schwerdtfeger übernimmt vorübergehend die Leitung des Bistums. 

An dem Festgottesdienst im Dom mit Vertretern aus Kirche und Gesellschaft hatte sich ein öffentliches Fest auf dem Domhof angeschlossen. Trelle war elfeinhalb Jahre Bischof von Hildesheim. Das Bistum Hildesheim umfasst 119 Pfarrgemeinden mit rund 611.000 Katholiken.

Marx: Trelle immer Seelsorger geblieben

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Kardinal Reinhard Marx, würdigte das Wirken Trelles in einem Brief und dankte ihm auch ausdrücklich für seine Arbeit als langjähriger Vorsitzender der Kommission für Migrationsfragen der DBK. Bei allem bischöflichen Wirken sei Trelle immer Seelsorger und Priester geblieben und auf die Menschen zugegangen. 

"Deine zugewandte Art, die rheinische Fröhlichkeit in Niedersachsen, heitere Gelassenheit und Offenherzigkeit sind bleibende Wesensmerkmale", schrieb Marx. 

An der Spitze des Bistums im überwiegend evangelischen Norden gelang es Trelle im zurückliegenden Jahrzehnt, einen mitunter schmerzhaften Strukturwandel mit einer sinkenden Zahl von Gläubigen und Gemeinden zu bewältigen, in denen Laien künftig mehr Aufgaben übernehmen. Ein weiteres gelungenes Vorhaben seiner Amtszeit ist die Sanierung des Hildesheimer Doms, die 2015 abgeschlossen wurde.

dpa

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