Verreisen in der Pandemie

Wohin in den Herbstferien? Reisen trotz Coronavirus – Flugziele, Hygiene-Regeln und Tipps

Wer in den Herbstferien verreisen möchte, muss viel planen und beachten. Für Reiseveranstalter und Fluglinien gelten strenge Coronavirus-Regeln. Kreiszeitung.de informiert über Reisetipps, Flugziele, Corona-Regeln für Niedersachsen und Bremen.

  • Herbstferien in Niedersachsen und Bremen beginnen am 12. Oktober 2020.
  • Reisende sollten sich vorher über Coronavirus-Regeln im Flugzeug und am Reiseziel informieren.
  • Die Flughäfen Hannover und Bremen bieten viele Reiseziele.

Hannover/Bremen – Im Oktober beginnen die Herbstferien in Niedersachsen und Bremen*. Trotz Coronavirus-Pandemie möchten dann viele Deutsche verreisen. kreiszeitung.de* berichtet über die Coronavirus-Regeln im Urlaub und über Reiseziele, die von Bremen und Hannover * aus angeflogen werden können. Die deutsche Reisewirtschaft klagt unterdessen über schwere Umsatzeinbußen.

Bevölkerung:7,982 Millionen (2019) Eurostat
Hauptstadt:Hannover
Nächste Wahl:voraussichtlich 2022
Sehenswürdigkeiten:Heide Park Resort, Herrenhäuser Gärten
Hochschulen und Universitäten:Georg-August-Universität Göttingen

Bremen und Niedersachsen: Reisen in den Herbstferien - Termine, Flüge, Reiseziele

Die Herbstferien 2020 beginnen in Niedersachsen und Bremen gleichzeitig. Der erste freie Tag ist der 12. Oktober. Der letzte Ferientag ist in Bremen der 24. Oktober, Niedersachsen müssen einen Tag früher wieder los. Ihr letzter Ferientag ist der 23. Oktober. In beiden Bundesländern haben die Schüler und Lehrer samt Familien Zeit, um in den Urlaub zu fliegen. Wer nun trotz Coronavirus-Pandemie nicht auf einen Auslandsflug verzichten möchte, sollte sich stets über aktuelle gesetzliche Vorschriften und medizinische Empfehlungen informieren. Die Bundesregierung will ab dem 1. Oktober nicht mehr pauschale Reisewarnungen aussprechen, sondern einzelne Reisehinweise veröffentlichen.

Offizielle Reisewarnungen und -infos

Aktuelle Reisewarnungen des Auswärtigen Amtes

Internationale Risikogebiete (Robert Koch-Institut)

Wer aus einem Coronavirus-Risikogebiet zurückkehrt, muss daheim in Quarantäne, sein Gesundheitsamt informieren und einen Coronavirus-Test absolvieren. Im Oktober kann dieser Test nicht unmittelbar am Flughafen, sondern erst fünf Tage später absolviert werden. So sollen Krankheiten verlässlicher erkannt werden. Wer aus einem Nicht-Risikogebiet zurückkehrt, wird sich bald wahrscheinlich nicht mehr kostenlos testen lassen können. Aber welche Reiseziele sind für Bremer und Niedersachsen am besten zu erreichen? Wir geben Tipps über aktuelle Flugpläne und brandheiße Reisetipps von deutschen Tourismus-Profis.

Bremen und Niedersachsen: Diese Ziele werden von Hannover und Bremen aus angeflogen

Die aktuellen Flugpläne des Bremen Airport und des Hannover Airport gelten beide bis zum 24. Oktober 2020 – perfekt für die Reiseplanung in Bremen und Niedersachsen. In der folgenden Tabelle sind die Reiseziele, sowie die Fluglinien der beiden Flughäfen aufgelistet.

Internationale Reiseziele ab Bremen Airport...ab Hannover Airport (nur Direktflüge)
Alicante (Ryanair)Adana
Amsterdam (KLM)Agadir
Antalya (Corendon, Pegasus, SunExpress, Sundair)Amsterdam
Faro (Ryanair)Ankara
Fuerteventura (Sundair)Antalya
Kreta/Heraklion (Sundair)Aprefice/Lanzarote
Istanbul (Turkish Airlines)Athen
Izmir (SunExpress)Barcelona
Kos (Sundair)Beirut
London/Stansted (Ryanair)Belgrad
Málaga (Ryanair)Bodrum
Mallorca (Mallorca, Ryanair, Eurowings)Brüssel
Paris (Air France)Budapest
Porto (Ryanair)Cagliari
Rhodos (Sundair)Dalaman
Skopje (Wizz Air)Diyarbakir
Thessaloniki (Ryanair)Edinburgh
Wien (Wizz Air)Faro
Fuerteventura
Funchal
Gaziantep
Heraklion
Hurghada
Ibiza
Istanbul
Izmir
Kayseri
Kiew
Kopenhagen
Korfu
Kos
Kostanai
Lamezia Terme
Larnaca
Las Palmas
London
Mahon/Menorca
Malta
Manchester
Marsa Alam
Minsk
Moskau
Neapel
Olbia
Palma de Mallorca
Paris
Pristina
Rhodos
Samsun
Skopje
Split
Stockholm
Tenerfiffa
Thessaloniki
Toulouse
Triest
Venedig
Warschau
Wien
Zürich

Beliebte Reiseziele in den Herbstferien 2020 sind laut dem Reiseveranstalter TUI Destinationen rund um das Mittelmeer, beispielsweise Griechenland, die Türkei und Portugal. Die beliebteste Reiseregion der Deutschen befindet sich allerdings nicht im Ausland, sondern – ist die Ostsee. Der Ansturm in den Herbstferien wird gewaltig, berichtet 24hamburg.de*. Rund 25 Prozent aller Deutschland-Urlauber verbringen hier laut TUI ihre Ferien.

Coronavirus-Vorschriften für Reisende – diese Regeln gelten in Flugzeug und Hotel

Auf dem Weg zum Flughafen gelten die bekannten Coronavirus-Maßnahmen. In Bus und Bahn gilt Maskenpflicht, sonst droht ein teilweise empfindliches Bußgeld, berichtet nordbuzz.de*. In den Flughafen-Terminals gelten die üblichen Abstands- und Hygieneregeln. Dort, wo das nicht möglich ist, muss Maske getragen werden. Das kann in langen Schlangen vor der Sicherheitskontrolle der Fall sein. Fluggäste, die älter als sechs Jahre sind, müssen auch im Flugzeug eine Maske tragen. Auch auf Essen und Trinken muss, je nach Fluglänge, verzichtet werden. Aktuelle Informationen bieten die Webseiten der Airlines.

Reiseveranstalter, -büros und Fluglinien informieren über wichtige Coronavirus-Regeln beim Urlaub. (kreiszeitung.de-Montage)

Wie die Coronavirus-Maßnahmen vor Ort, in Hotels oder Ressorts aussehen, ist nicht übergreifend geregelt. Hier sollte beim Reiseveranstalter oder Hotel nach Vorschriften und Maßnahmen gefragt werden. TUI gibt an, dass die eigenen Hotelmarken, sowie Partnerhotels besonders strenge Hygienestandards einhalten. Dies werde durch Schulung der Mitarbeiter, Hygienemaßnahmen und Kapazitätsplanung umgesetzt.

Zudem werden hier die Gäste speziell gegen die Coronavirus-Gefahren versichert. Über eine solche Versicherung sollten sich Reisende auch bei anderen Veranstaltern oder bei selbst organisierten Reisen informieren. So können die im Falle einer Coronavirus-Infektion anfallenden Kosten für die Quarantäne und Rückführung abgemildert werden.

Bremen und Niedersachsen: Reisewirtschaft in finanzieller Schieflage – Coronavirus schadet dem Geschäft

Die wirtschaftliche Situation der deutschen Reisewirtschaft ist angespannt. Während TUI „nach dem Ende der Pandemie mit einer raschen Erholung des Geschäfts“ rechnet und von mehr als einer halben Million Kunden im Juli 2020, sowie sehr guten Buchungszahlen für den Sommer 2021 berichtet, ist der „Branchencheck“ des Deutschen Reiseverbands (DRV) deutlich pessimistischer. Eine Umfrage unter 650 Unternehmen der Reisebranche beschreibt eine teils kritische finanzielle Lage.

70 Prozent der Reisebüros haben bisher weniger als 25 Prozent des Vorjahresumsatzes erwirtschaftet. Die Hälfte aller Reisebüros gibt an, Mitarbeiter entlassen zu haben oder diesen Schritt zu planen. Über zwei Drittel der befragten Unternehmen bezeichnen ihre Situation als existenzbedrohend und betonen dennoch, dass sie ihren Betrieb nicht schließen müssen. Knapp 80 Prozent aller Reisebüros haben Kurzarbeit beantragt, 92 Prozent haben staatliche Hilfe in Anspruch genommen.

Auch bei den deutschen Reiseveranstaltern sieht es nicht besser aus. Mehr als die Hälfte der Betriebe haben bereits Mitarbeiter entlassen oder planen mit Entlassungen. Ebenfalls rund die Hälfte der Betriebe spricht von einer „existenzbedrohenden“ Situation, also etwas weniger als bei den Reisebüros. Bei knapp zwei Dritteln der Reiseveranstalter sank der Umsatz auf 25 Prozent des Vorjahrs. 85 Prozent der Reiseveranstalter haben Kurzarbeit beantragt.

DRV-Präsident Norbert Fiebig fordert eine „Verlängerung und Anpassung der Überbrückungshilfe“ – das sei für die deutschen Reiseveranstalter „lebenswichtig.“ Zudem fordert er „verlässliche Rahmenbedingungen“ und kritisiert „widersprüchliche Signale seitens der Politik“ – diese seien „nicht hilfreich.“ Fiebig resümiert: „Wir brauchen verlässliche Kommunikation und, wo möglich, differenzierte Reisehinweise statt pauschaler Reisewarnungen.“ * kreiszeitung.de, nordbuzz.de und 24hamburg.de sind Teil des Ippen-Digital-Netzwerks.

Rubriklistenbild: © DB Ehlers/Clara Margais/Marius Becker/dpa/picture alliance

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